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Celle Ortsteile 22 Celler Kinder ohne Kita-Platz
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile 22 Celler Kinder ohne Kita-Platz
10:31 18.08.2018
Von Gunther Meinrenken
Die Kindergärten in Celle sind voll belegt, erst ab etwa 2020 wird sich die Lage wieder etwas entspannen. Quelle: Jens Büttner
Celle

Noch dramatischer würde sich die Situation darstellen, wenn man die Flüchtlingskinder berücksichtigt, die zwar einen Anspruch auf einen Platz haben, dieser aber bisher von den Eltern nicht geltend gemacht wurde. Dann kämen noch einmal 224 Kinder dazu.

Die CDU hatte Anfang des Jahres darum gebeten, dass die Verwaltung einen Kindergartenbedarfsplan vorlegen solle. 38 Seiten umfasst das Werk, das nun im jüngsten Jugendhilfeausschuss vorgelegt wurde. Stand: 30. März. Doch die Lage ändert sich fast täglich. "Die Entwicklungen sind so schnell, dass der Bedarfsplan in Teilen schon wieder überholt ist", sagte die zuständige Dezernentin Susanne McDowell. Und das wirke sich auch auf die Planung aus.

"Die Prognose wird schwieriger", meinte McDowell vor allem vor dem Hintergrund der Zuweisung weiterer Flüchtlinge durch den Bund und dem damit verbundenen unwägbaren Familiennachzug von bereits auf Celle verteilte Flüchtlinge. "Wir wollen atmende Lösungen", so McDowell. Sprich: Die Stadt möchte nicht in Neubauten von Kindertagesstätten investieren, sondern lieber Objekte anmieten, von denen man sich kurzfristig wieder trennen könne, wenn der Bedarf nicht mehr gegeben ist.

Derzeit ist "die Belegung angespannt", wie Michael Kessel, Abteilungsleiter Kindertagesbetreuung, mitteilte. Vorübergehend gebe es einen höheren Bedarf, der teilweise nicht gedeckt werden könne. Derzeit sei kein Ganztagesplatz in den Kindergärten mehr frei, sondern nur noch 11 Plätze in der Halbtagsbetreuung und 25 bei Tagesmüttern.

In den kommenden Jahren zeichnet sich eine Entspannung ab. "Durch die Zuwanderung der Flüchtlinge ist ein temporärer Engpass entstanden. Anhand der Zahlen wird deutlich, dass sich die Anzahl der Kinder, die einen Betreuungsplatz benötigen, ab dem Geburtsjahr 2016 langsam normalisiert. Ab Jahrgang 2017 befinden sich die Zahlen wieder auf einer Grundlage, auf der in Jahren vor der Zuwanderung geplant wurde", heißt es im Kindergartenbedarfsplan.

Als akute "Herausforderungen" hätten sich zwei Handlungsfelder herauskristallisiert. "Zum einen werden aufgrund der Zuwanderung dringend zusätzliche Plätze für Kinder im Alter von 3 bis 6 Jahren benötigt, zum anderen ist ein weiterer Krippenausbau erforderlich, da die bisher erreichte Versorgungsquote nicht ausreichen wird, um den Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für die Kinder im Alter von 1 bis 3 Jahren auf Dauer zu erfüllen". Weitere Betreuungskapazitäten in nahezu allen Ortsteilen sind in der Planung.

Doch was helfen mehr Plätze, wenn keine Erzieherinnen da sind. "Die Personalfrage ist ein großes Problem", nannte McDowell eine weitere Baustelle. Die Verteilung der Mitarbeiterinnen sei immer wieder eine "Jonglage". Stellen auszuschreiben nutze oft nichts, wenn es keinen Nachwuchs gebe, so McDowell. An dieser Stelle sei man bereits mit dem Land im Gespräch.

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