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Celle Ortsteile 750.000 Euro? Feilschen um Scheuener Kaserne
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile 750.000 Euro? Feilschen um Scheuener Kaserne
14:59 15.02.2012
Von Michael Ende
Scheuen

SCHEUEN. Das sagte am Montag der Sprecher der Vorstandes der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA), Jürgen Gehb, als er auf Einladung des heimischen Bundestagsabgeordneten Henning Otte (CDU) das Gelände in Augenschein nahm.

"Das veranschlagte Investitionsvolumen beträgt 74 Millionen Euro", so Otte. "Gegenwärtig erfolgt die Wirtschaftlichkeitsprüfung durch das Niedersächsische Finanzministerium." Das Land setze Mittel der Feuerschutzsteuer ein, die Stadt werde den Kaufpreis des zukünftigen NABK-Geländes in Höhe von 750.000 Euro vorfinanzieren, während das Land zunächst als Mieter auftreten solle: "Die entsprechende Vertragsunterschrift von Stadt und Land steht noch aus."

"Der damalige SPD-Verteidigungsminister Peter Struck hatte mit der Bundeswehrreform 2004 die Freiherr-von-Fritsch-Kaserne in seinem Wahlkreis geschlossen ohne ein Nachfolgekonzept zu haben", so Otte: "Dieser Fehler wird mit der Lösung jetzt beseitigt."

Mit "einigem Befremden" hat Oberbürgermeister Dirk-Ulrich Mende die Nachricht von der Pressekonferenz in der Scheuener Kaserne zur Kenntnis genommen. Weder der OB, der Stadtbaurat noch der zuständige Fachbereichsleiter waren zu dem „Informationsaustausch“ eingeladen worden: „Als unmittelbar beteiligte Verhandlungspartner hätten wir sicher einiges dazu beitragen können."

„Es ist natürlich schön, wenn Herr Otte die allgemein bekannte Sachlage noch einmal mit seinen Worten zusammenfasst. Ob dazu allerdings auch Einzelheiten aus Grundstücksverhandlungen gehören, stelle ich in Frage", so Mende. Die Stadt verhandele in der Frage des Grundstückspreises seit 2010 mit der BImA. Nach CZ-Informationen könnte man sich im Neuen Rathaus auch sehr gut einen "symbolischen Preis" vorstellen - die BImA nicht. Mende: „Ich kann nur hoffen, dass die Schlussverhandlungen durch diese Veröffentlichung nicht doch noch ernstlich gestört werden.“