Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Celle Ortsteile Altencelle: Stadt hält nichts von Dauer-Ampel
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile Altencelle: Stadt hält nichts von Dauer-Ampel
18:34 30.05.2014
Von Gunther Meinrenken
So bequem wie jetzt war es noch nie, von der Heinrich-Vieth-Straße auf die Alte Dorfstraße abzubiegen. Doch die Ampel an der Einmündung soll trotzdem keine Dauerlösung werden. Quelle: Benjamin Westhoff
Altencelle

So schnell und sicher wie jetzt sind die Autofahrer in Altencelle noch nie von der Heinrich-Vieth-Straße auf die Alte Dorfstraße gekommen. Dank der provisorischen Ampel, die seit Beginn der Bauarbeiten an der Braunschweiger Heerstraße dort aufgestellt wurde, um den Umleitungsverkehr besser zu regeln, können die Fahrzeuge nun wesentlich leichter abbiegen. Dieser Ansicht sind nicht nur einige Altenceller, sondern auch der Ortsbürgermeister des Stadtteils, Hans Werner Schmidtmann. In der jüngsten Ortsratssitzung fragte er an, ob aus dem Provisorium nicht eine Dauerlösung werden könne. Doch die Stadt erteilte diesem Wunsch eine Absage.

"Seit die Ampel dort steht, fließt der Verkehr besser", meinte Schmidtmann. Die Ampel ist somit der einzige positive Begleitumstand der Bauarbeiten, unter denen insbesondere die Altencelle seit nunmehr bald einem Jahr leiden. Doch nach Ansicht von Jens Hanssen, Fachbereichsleiter Straßen, Verkehr und öffentliche Einrichtungen bei der Stadt Celle, macht das Aufstellen einer richtigen Signalanlage keinen Sinn. Das hätte eine "Vorabprüfung" ergeben.

"Ein solches Provisorium ist nur in der Bauphase zulässig", erklärte Hanssen den Ortsratsmitgliedern und den gut 20 Besuchern der Ortsratssitzung, die ins Feuerwehrgerätehaus an der Küsterstraße gekommen waren. Und eine richtige Ampel würde erheblich mehr kosten, als die jetzige Baustellenampel. "Nach den Regelungen für Straßenbau, die wir dann umzusetzen hätten, ist dieser Kreuzungsbereich für eine Ampel zu klein", erläuterte Hanssen. Zuvor müsste also der Kreuzungsbereich erweitert werden.

Doch auch im Ortsrat gab es Bedenken. "Es gibt auch gegenteilige Meinungen", sagte der stellvertretende Ortsbürgermeister Dirk Heindorff (SPD), der kein Befürworter einer Dauerampel sei. Dies würde die "Abkürzung" über die Große Redder noch attraktiver machen. Doch diesen Verkehr wolle man aus dem Ort eigentlich heraushalten. Dieser Ansicht war auch Annegret Kohlrautz (CDU). "Wir würden das Dorf mit mehr Verkehr belasten", war sie sicher.

Amei Wiegel (SPD) lenkte den Blick auf die Zeit nach den Bauarbeiten. "Wir müssen erst einmal sehen, wie der Verkehr läuft, wenn alle Arbeiten beendet sind. Außerdem sollten wir uns mit den Verkehrsexperten darüber unterhalten und nicht nach unserem Bauchgefühl entscheiden", befand sie.

Auch Hanssen möchte kein Geld für eine Dauerampel, die vielleicht in ein paar Jahren keinen Sinn mehr macht, ausgeben. "Wir haben die Hoffnung, dass es irgendwann mit dem Bau der Ortsumgehung weiter geht. Dann haben wir in diesem Bereich eine ganz andere Situation", so Hanssen.