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Celle Ortsteile Am ThoraxZentrum Celle-Peine stehen moderne Methoden zur Verfügung
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile Am ThoraxZentrum Celle-Peine stehen moderne Methoden zur Verfügung
11:45 02.02.2018
Von Dagny Siebke
Quelle: Fremdfotos/eingesandt
Celle

Frage: Wenn Sie das Risiko an Krebs zu erkranken vergleichen, wie viel häufiger erkranken Raucher als absolute Nichtraucher?

ANTWORT: Zigarettenrauch enthält eine Fülle von Schadstoffen: u.a. Kohlenmonoxid, Ammoniak, Benzol, Arsen, Kadmium, Teer, radioaktives Polonium, Blei, Butan, Schwefelsäure, Blausäure. Von diesen Schadstoffen sind viele krebserregend. Nicht zuletzt die Warnhinweise auf Zigarettenschachteln haben dazu geführt, dass allgemein bekannt ist, dass Rauchen Lungenkrebs verursacht. Nur 10% der Lungenkrebserkrankungen finden sich bei Nichtrauchern. Weniger bekannt ist, dass Zigarettenrauch auch andere Krebserkrankungen verursachen kann. Denn der Zigarettenrauch und seine krebserregenden Bestandteile gelangen nicht nur in die Lunge, sondern auch in Rachen, Kehlkopf, Speiseröhre und Magen. Daher ist das Rauchen auch ein Risikofaktor für Krebserkrankungen in diesen Organen. Und da etliche Inhaltsstoffe des Zigarettenrauchs über die Nieren ausgeschieden werden, begünstigt das Rauchen auch Nieren- und Blasenkrebs.

Rund 1/3 aller Krebserkrankungen sind durch Tabakrauch verursacht. Bei Organen, die dem Rauch direkt ausgesetzt sind, wie Mundhöhle, Kehlkopf und Lunge, sind es bis zu 90%. Raucher haben gegenüber Nichtrauchern ein doppelt so hohes Risiko, an Krebs zu sterben.

Frage: Inwiefern haben es jahrzehntelange Raucher in der Hand,
dieses Risiko zu senken?

ANTWORT:Krebs entsteht dadurch, dass Schäden am Erbgut unserer Zellen durch Mutationen entstehen, die dazu führen, dass die Zellen sich unkontrolliert vermehren und zu Tumoren heranwachsen können. Sobald das Rauchen eingestellt wird, treten tabakrauchbedingte Mutationen nicht mehr auf, so dass keine neuen Krebszellen mehr entstehen. Dass trotzdem noch einige Jahre nach Aufgabe des Rauchens „Raucherkrebse“ auftreten, ist dadurch zu erklären, dass entartete Zellen Monate bis Jahre brauchen, um zu einem größeren Knoten heranzuwachsen.

Frage: Wie lange dauert es, bis die Lunge sich komplett selbst erneuert?
-> Können ehemalige Raucher das Krebsrisiko damit auch komplett senken?

ANTWORT: Nach 10-jähriger Rauchabstinenz ist das Risiko für einen Raucherkrebs wieder nahezu normalisiert.

Frage: Wie häufig verläuft eine Krebserkrankung tödlich, wenn die Atemwege betroffen sind?

ANTWORT: Einen Krebs kann man nur dadurch heilen, dass man alle entarteten Zellen aus dem Körper entfernt. Das gelingt umso besser, je früher der Krebs entdeckt wird. Das Tückische am Lungenkrebs ist, dass er – solange er klein ist – häufig gar keine Symptome macht und deswegen erst spät entdeckt wird. Deswegen gehört Lungenkrebs auch heute noch zu den gefährlichen Krebssorten. Im Frühstadium entdeckt, liegt die Heilungsrate bei 70-80%. Bei größeren Tumoren nimmt die Heilungsrate ab und ist am geringsten, wenn sich bösartige Zellen über die Blutbahn im Körper verteilt haben und zu Metastasen heranwachsen.

Frage: Welche Fortschritte gibt es bei der Erforschung von Lungenkrebs?

ANTWORT: Nachdem es viele Jahre lang nur kleine Fortschritte bei Diagnostik und Behandlung des Lungenkrebses gab, hat die Medizin in den letzten Jahren ganz neue Möglichkeiten an die Hand bekommen, um den Krebs besser diagnostizieren und behandeln zu können.

Neue Methoden zur Frühdiagnose und zur genaueren Bestimmung der Tumorausbreitung in Lunge und Körper haben dazu geführt, dass die Therapie besser als in der Vergangenheit auf die Bedürfnisse des jeweiligen Patienten abgestimmt werden kann.
Zu nennen ist hier die Computertomographie mit minimierter Strahlenbelastung, die bei exzessiven Rauchern mit hohem Krebsrisiko eine frühzeitige Erkennung und damit eine frühzeitige Behandlung ermöglicht.

Geradezu revolutioniert hat die sogenannte PET-Computertomographie (PET-CT) die Bestimmung der Ausbreitung des Tumors in Lunge und Köper. Bei dieser Untersuchung werden Tumorzellen mit einem bestimmten Molekül markiert, so dass verborgene Absiedelungen des Lungenkrebses viel besser zu erkennen sind als mit anderen Methoden. Dadurch kann die Behandlung genauer und besser auf den Patienten zugeschnitten werden.
Durch kleine Ultraschallsonden, die an Bronchoskopen oder Gastroskopen befestigt sind, kann die Tumorausdehnung in der Lunge und an den Lymphknotenstraßen viel besser beurteilt werden als noch vor einigen Jahren.

Aber auch in der Therapie ist viel in Bewegung geraten: Große Fortschritte sind bei den Operationsverfahren durch Entwicklung der „Knopflochchirurgie“ und bei der Strahlentherapie durch präzisere Hochdosis-Bestrahlungstechniken erreicht worden. Bei der medikamentösen Therapie haben sich neue Medikamente einen festen Platz in der Behandlung erobert, die – anders als die klassische Chemotherapie – ganz gezielt nur entartete Lungenkrebszellen angreifen und an der Vermehrung hindern.

Durch diese neuen diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen ist es gelungen, die Heilungsrate beim Lungenkrebs zu erhöhen und bei den Patienten, bei denen eine Heilung nicht möglich ist, das Fortschreiten der Tumorerkrankung über längere Zeiträume als früher einzudämmen, und das bei einer Abnahme der Komplikationen und Nebenwirkungen!

Frage: Wie sehen neueste Methoden im AKH aus?

ANTWORT: Um unsere Lungenkrebs-Patienten bestmöglich behandeln zu können, haben wir am AKH Celle und am Klinikum Peine vor knapp 7 Jahren das „ThoraxZentrum Celle-Peine“ gegründet. Das Besondere dabei: Anders als bei anderen Lungenkrebszentren haben sich nicht nur die Abteilungen des Krankenhauses zum gemeinsamen Handeln zusammengeschlossen, sondern von vornherein auch alle niedergelassenen Fachärzte und Institutionen, die an der Versorgung unserer Lungenkrebs-Patienten beteiligt sind. Dazu gehören auch palliative Einrichtungen wie die ambulante Hospiz-Bewegung und das Hospiz, sowie die palliativmedizinischen Dienste und Einrichtungen der Region, die im „Celler Netz“ zusammengeschlossen sind. Durch diese breite Aufstellung haben wir erreicht, dass unsere Patienten immer nach den neuesten wissenschaftlichen Standards behandelt werden. Alle modernen diagnostischen und therapeutischen Methoden, von denen oben die Rede war, stehen im ThoraxZentrum Celle-Peine zur Verfügung und werden für unsere Patienten eingesetzt.

Die Wertschätzung unseres Engagement durch die niedergelassenen Ärzte und durch die Patienten ist groß: Eine kürzlich durchgeführte Auswertung zeigt, dass wir – was die Behandlung von Lungenkrebs betrifft - ein Einzugsgebiet von etwa 400.000 Einwohnern zu nahezu 100% abdecken.

Frage: Welche Vorteile haben diese für den Patienten im AKH?

ANTWORT: Damit unsere Patienten immer nach neuestem Wissensstand behandelt werden können, erarbeiten wir in vierteljährlichen Abständen eine Diagnostik- und Therapie-Leitlinie für unser ThoraxZentrum Celle-Peine, für die wir die gesamte relevante internationale wissenschaftliche Literatur zum Thema Lungenkrebs auswerten und Neuerungen in konkrete Handlungsanweisungen umsetzen.

Der Leitsatz des ThoraxZentrum Celle-Peine lautet: „Kompetente Medizin mit menschlichem Gesicht“. Diese kompetente Medizin steht selbstverständlich jedem Patienten zur Verfügung, völlig unabhängig davon, wie er versichert ist. Diesem Anspruch fühlen wir uns verpflichtet.

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