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Celle Ortsteile Apfel und Schwarzbrot ideale Bildungs-Kost im Celler Hölty-Gymnasium
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile Apfel und Schwarzbrot ideale Bildungs-Kost im Celler Hölty-Gymnasium
16:02 11.07.2014
Von Michael Ende
Monika Nerreter mit ihren „Spitzenkräften“ Robert Albrecht (Notendurchschnitt 1,5) und Malin Nissen (1,7). Quelle: Alex Sorokin
Celle

"Dieses Ergebnis ist gut, betraten wir doch mit dem Schreiben länderübergreifender Abiturprüfungen in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik alle gemeinsam Neuland", so Schulleiterin Monika Nerreter. Gymnasiales Lernen habe mit Äpfeln und Schwarzbrot zu tun, so Nerreter: "Der Apfel steht für das, was einem so zufällt, das Süße, das, was einem Spaß macht – die leichte Kost. So kann Lernen sein. Dann gibt es aber auch das Schwarzbrot. Da muss man sich durchbeißen. Das ist Anstrengung, Arbeit – und schwer verdaulich. Auch das ist Lernen." Doch je länger man auf dem Schwarzbrot rum kaue, umso süßer schmecke es. Apfel und Brot gehörten zusammen.

Nerreter zitierte den Philosophen Lao Tse, der einst gesagt hatte: „Lernen ist wie das Rudern gegen den Strom. Hört man damit auf, treibt man zurück." "Bildung ist ein Anrudern gegen die Dummheit", so Nerreter, der Worte des Physiker Albert Einstein einfielen: "Nur zwei Dinge sind unendlich: das Weltall und die menschliche Dummheit. Beim Weltall bin ich mir aber nicht ganz sicher." Nerreter wünschte ihren scheidenden Schülern "Kraft, um gegen den Strom zu rudern und Mut, verantwortlich mit der Freiheit umzugehen." Sie schloss mit Goethe: "Es ist nicht genug, zu wissen – man muss es auch anwenden. Es ist nicht genug, zu wollen – man muss es auch tun."

Als Sprecher des Kollegiums sagte Egon Ziesmann, er sei ein "glücklicher Mensch": "Denn ich durfte einen Jahrgang begleiten, bei dem man die Schüler immer ernst nehmen konnte, die ich als außerordentlich lern- und leistungswillig kennengelernt habe, die hilfsbereit und verantwortungsbewusst waren. Selbst in der gefürchteten Pubertätszeit wart Ihr eine gut auszuhaltende Truppe."

Im Fußball-Jargon dankten als Sprecher der Abiturienten Henrike Narjes, Daphna Schünemann und Hoang Long Tran Dang: "54 Spieler traten gegen das Kultusministerium an. Das Spiel war hart, nervenaufreibend. Die Verteilung von gelben Karten an sieben Spieler wurde kontrovers diskutiert. Sie traten im Elfmeterschießen erneut gegen den Torwart des Kultusministeriums an. Dann der erlösende Abpfiff: Das Spiel ist aus." Dank für den "Abi-Pokal" gelte nun Eltern, Freunden und Lehrern: "Sie waren auch außerhalb der Schule an uns als Menschen interessiert und haben Ihr Bestes gegeben, sodass wir auch ohne Blutgrätschen, Schwalben oder Notbremsen, aber mit Fallrückziehern und Volleyschüssen das Endspiel gewonnen haben."