Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Celle Ortsteile Aus Mitarbeitern in Celle "Mit-Macher" machen
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile Aus Mitarbeitern in Celle "Mit-Macher" machen
02:13 22.02.2018
Walter Kohl war beim GedankenGut-Netzwerkabend der IHK Lüneburg-Wolfsburg am 20.02.2018 in der Halle des Celler Drilling-Simulators der Hauptredner. Quelle: Oliver Knoblich
Celle

Celle.Unter dem Thema „Wie man aus Mitarbeitern Mit-Macher macht“ hielt der Autor und Coach einen einstündigen Vortrag vor rund 160 Mitgliedern der Industrie- und Handelskammer (IHK). Der Vortrag war Hauptprogrammpunkt des Celler Netwerkabends der Veranstaltungsreihe GedankenGut.

Verteilt auf die fünf Themenfelder „Führung“, „Macht und Ohnmacht“, „Kommunikation“, „Umgang mit Mitarbeitern“ und „Was ist Erfolg?“ gibt Kohl Tipps für die Beziehung zwischen Unternehmern und Mitarbeitern. Denn: „Wenn die Mitarbeiter top sind, sind auch viele Kostenfragen weg.“ In seinem Vortrag geht er auch auf eigene Erlebnisse aus seiner Firma „Kohl & Hwang“ ein, einem deutsch-koreanischen Lieferanten für Werkzeuge der Autoindustrie. „Ich berichte hier sozusagen aus der Praxis für die Praxis“, sagt er. Auch Zitate wie das von Napoleon und Vergleiche aus der Welt des Militärs und des Fußballs bringt der Sohn des „Kanzlers der Einheit“, Helmut Kohl (1930 bis 2017). In seinen Büchern macht sich der Politiker-Sohn Gedanken über ein besseres Leben.

„95 Prozent der Arbeiter wollen einen guten Job machen“, versichert er seinem Publikum. „Kaum jemand steht morgens auf und plant schlecht zu arbeiten.“ Aber damit das gelingt, sei auch die Atmosphäre im Unternehmen wichtig. „Gehalt ist wichtig, aber nicht entscheidend. Menschen wollen Erfolgserlebnisse.“

Doch was genau ist eigentlich Erfolg? Aus dem Publikum kommen Vorschläge wie „das Ziel erreichen“ oder „Zufriedenheit“, aber Walter Kohl hat noch eine weitere Definition: „Erfolg ist, wenn ich den Wiederholungsauftrag bekomme. Darauf arbeiten wir hin.“ Und genau das sage er auch seinen Angestellten.

Doch auch Erfolgserlebnisse alleine reichen nicht. Wichtig sei es außerdem, so Kohl, sich immer wieder die Frage zu stellen: „Wie kann ich als Chef besser werden?“ Eine guter Anfang sei es zum Beispiel, sich einmal mit den jüngsten Mitarbeitern zusammenzusetzen und sie nach ihren Ideen und Wünschen zu fragen. „Wann haben sie alle das letzte mal richtig zugehört?“ Diese Frage bleibt natürlich unbeantwortet, aber der Gedanke wird deutlich. „Ich habe mir anfangs zum Beispiel eine Uhr auf den Schreibtisch gestellt und mir vorgenommen: So, jetzt sagst du mal fünf Minuten lang gar nichts. Das ist gar nicht so einfach. Aber es wirkt.“

Nach einer guten Stunde schließt Walter Kohl seinen Vortrag mit einigen Fragen, die sich Unternehmer seiner Meinung nach immer wieder selbst stellen sollten: „Was würde mein Unternehmen mir sagen, wenn es sprechen könnte?“, „Führe ich das Unternehmen so, wie ich geführt werden möchte?“ und „Kommuniziere ich so, wie ich angesprochen werden möchte?“

Das Publikum hört dem Vortrag aufmerksam zu. Immer wieder stellt Kohl kurze Fragen, die von seinen Zuhörern beantwortet werden sollen. Auf die Frage am Ende, wer sich denn am nächsten Tag wirklich mit seinem jüngsten Mitarbeiter hinsetzen wird, meldet sich allerdings nur eine Person. Zuhören und Anwenden sind also doch zwei unterschiedliche Dinge.

Die Veranstaltung am Dienstag ist nicht die letzte in der GedankenGut Reihe. Bis August folgen vier weitere: „Politische Partizipation im jungen digital age“ in Soltau, „Wacken – Ein Dorf wird zur Marke“ in Lüchow, „Künstliche Intelligenz: Was lernen Roboter von uns - und wir von ihnen?“ in Gifhorn und passend zur Fußball-WM „Fairplay: Die Bedeutung des Fußballs für unsere Gesellschaft“ in Luhmühlen.

Von Lea Kraft

Jetzt ist es amtlich: Die ehemaligen, leerstehenden Britenhäuser in Klein Hehlen sind mit Asbest belastet. Gerüchte darüber hatten schon seit längerem in Celle kursiert. Nun hat der Eigentümer, die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA), bestätigt: „Wir haben die ehemals von den britischen Streitkräften genutzten Häuser stichprobenartig dahingehend untersuchen lassen, ob sich in Wand-, Decken- oder Fliesenflächen Asbest befindet. In einigen Proben konnte gebundener Asbest in Putz- und Spachtelmassen nachgewiesen werden."

Gunther Meinrenken 16.10.2018

Erst britischer Supermarkt, dann Beinahe-Oldtimer-Museum und Museumsdepot-Vision und zukünftig ein Handwerksbetrieb mit Hand und Fuß: In den seit 2012 leer stehenden ehemals britischen Naafi-Markt an der Ecke Wasastraße/Mummenhofstraße soll neues wirtschaftliches Leben einkehren. Ein Orthopädie- und Rehatechnikbetrieb hat das Objekt gekauft und will hier 20 neue Arbeitsplätze schaffen.

Michael Ende 21.02.2018

Nach dem Brand in der Flüchtlingsunterkunft an der Hohen Wende ist die Einrichtung komplett geräumt worden. Das teilte die Stadtverwaltung gestern auf Nachfrage der CZ mit. „In der Einrichtung waren 195 Personen untergebracht, von denen 169 zum Zeitpunkt des Brandes anwesend waren. Die Flüchtlinge sind zurzeit überwiegend in der Erstaufnahmeeinrichtung in Braunschweig untergebracht", so Stadtsprecherin Myriam Meißner. Wann die Bewohner wieder nach Celle zurückkehren können, stehe noch nicht fest. Zunächst müsse Klarheit über die Wiederbenutzung bestehen.

Gunther Meinrenken 20.02.2018