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Celle Ortsteile Bode versteht Aufregung um „Geflügel-Investor“ nicht
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile Bode versteht Aufregung um „Geflügel-Investor“ nicht
11:55 21.02.2010
Minister Jörg Bode im Kreise junger Celler Liberaler. - Quelle: Gert Neumann
Bennebostel

So kann Bode den Sturmlauf gegen „Geflügel-Investor“ Rothkötter in Wietze nicht verstehen: „Ich wünschen mir, dass die Chancen für Arbeit suchende Menschen in Celle gesehen werden. Das ehemalige Armenhaus Emsland mit zweistelliger Arbeitslosigkeit habe heute weitgehend Vollbeschäftigung. Das wünsche ich mir auch für die Celler Arbeitnehmer.“ Nur wo es Arbeitsplätze gebe, könne Wohlstand entstehen. „Unser Ziel muss die Vollbeschäftigung sein“, so der Minister.“

Dass die Liberalen im Bund in der Öffentlichkeit zurzeit nicht gut wegkommen, ist für Bode unverdient: „Es ist nicht leicht, elf Jahre Rot-Grün sowie Große Koalition in nur 100 Tagen aufzuarbeiten. Immerhin haben wir Kindergeld und die Freibeträge erhöhen und das Schonvermögen von Hartz-IV-Empfängern verdreifachen können sowie die Sozialversicherungsbeiträge stabil gehalten.“ Bode weiter: Das mit Schwarz-Gelb sei zwar eine Liebesheirat gewesen. Doch hätten die Eheleute schon in der Hochzeitsnacht bemerkt, dass sie sich noch nicht richtig kannten. Der Wirtschaftsminister: „Das wird sich aber einrenken. Dafür gibt schließlich den Koalitionsvertrag.“

Deshalb werde es auch eine finanzierbare Steuerreform geben. Deshalb müsse die Staats-Transferquote von über 50 Prozent zurückgedrückt werden. Und deshalb müsse der Bürger mehr Eigenverantwortlichkeit lernen und als Arbeitnehmer natürlich auch mehr Geld in der Tasche haben als ein Hartz-IV-Empfänger, so Bode. Arbeit müsse sich nach wie vor lohnen. Hartz-IV habe zwar „auch Gutes geleistet“, doch sei das Ziel der Wiedereingliederung Arbeitsloser in den Arbeitsprozess gescheitert.

Von Gert Neumann