Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Celle Ortsteile Boyer bekommen Celles schönsten Spielplatz
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile Boyer bekommen Celles schönsten Spielplatz
19:39 30.08.2010
Spielplatz in Boye wird fertig gestellt . Ein Berg von Rindenmulch wurde durch fleißige Helfer abgekarrt. Quelle: Gert Neumann
Boye

Das Geld dürfte nach den ersten Anschaffungen von Spielgerät bald verbraucht sein. Denn es wurde ausschließlich vom Feinsten erworben. Mit System übrigens. Hogenkamp: „Wir haben in Boye weder eine Kirche noch einen Kindergarten, geschweige denn ein Dorfgemeinschaftshaus und nicht einmal einen Bäcker. Wenigstens unser Spielplatz soll sein, wie keinen zweiter in Celle. Er soll besondere Anreize bieten, auch wenn es teuer wird.“

Für ein Kleinkinderklettergerüst wurden bereits 3500 Euro investiert, für eine Pendelschaukel sogar knapp über 5000 Euro ausgegeben. In den Herbstferien soll noch eine Matschbahn installiert werden. Auch dann werden zahlreiche Boyer Bürger wieder einen Arbeitseinsatz am Spielplatz fahren. So wie am vergangenen Sonnabend, als ein Berg von 50 Kubikmeter Holzhackschnitzel unter zwei neuen Spielgeräten aufgetragen wurden. Dann spätestens dürfte Boyes Spielplatz einmalig in der Region Celle sein.

●Kritiker noch nicht zufrieden: Das erkennen auch die Kritiker des Projektes neidlos an, die schon lange die Situation am Spielplatz beklagt und eine generationsübergreifende Veränderung gefordert hatten. Wie Anwohnerin Inga Marks zum Beispiel. Oder der FDP-Ortspolitiker Jürgen Goeze, der im November 2009 einen Antrag an den Boyer Ortsrat gerichtet hatte.

Goeze forderte damals, vom Spielplatz ausgehende Gefahren zu beseitigen und danach in einem zweiten Schritt neue Spielgeräte zu beschaffen. Denn was sich den Kindern bis dato auf dem Platz bot, war schlicht mangel- bis ekelhaft. Gefahren sah und sieht Goeze noch immer im hundekotverseuchtem Sand und in einer fehlenden Abgrenzung zum nahen Grobebach.

Auch Inga Marks ist noch nicht zufrieden: „Ich sehe keine Einbindungsmöglichkeit für ältere Boyer und die ,Sicherheitslücke Grobebach’ ist noch nicht geschlossen.“

Hogenbach erkennt indes keine besonderen Gefahren auf dem Spielplatz. Dennoch soll durch Anpflanzung von Büschen am Grobebach etwas geschehen. Alles andere sei Aufgabe der Erziehungsberechtigten: „Eltern haben schließlich eine Aufsichtspflicht über ihre Kleinkinder“.

Von Gert Neumann