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Celle Ortsteile Briten-Abzug: Bund soll Kommunen helfen
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile Briten-Abzug: Bund soll Kommunen helfen
16:09 14.12.2011
Von Oliver Gatz
Rund 30 B¸rgermeister und Kommunalvertreter aus Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen - darunter Celles OB Dirk-Ulrich Mende (Mitte) - trafen sich zum Informationsaustausch in G¸tersloh.
Celle

Das erneute Treffen der Vertreter aus niedersächsischen und nordrhein-westfälischen Kommunen mache deutlich, dass es nach wie vor gemeinsames Anliegen ist, gegenüber Bund und den betroffenen Ländern mit einer Stimme zu sprechen, sagte Mende. „Trotz der zeitlichen Unterschiede in der Abzugsfolge der Briten, werden sich die Kommunen nicht auseinanderdividieren lassen. Entsprechend halten sie an ihrer Forderung, ein Konversionsprogramm für alle Kommunen aufstellen zu lassen, fest."

Mende begrüßte die Aktivitäten des Landes Niedersachsen, unter anderem mittels eines Aktionsplanes und durch Einsetzen eines Konversionsbeauftragten die Kommunen zu stärken. Diese Anstrengungen müssen jetzt auch vom Bund unterstützt werden. „Über 60 Jahre haben die jetzt betroffenen Städte und Gemeinden die Mitglieder der britischen Streitkräfte und ihre Familien beherbergt. Die jetzt anfallende Friedensdividende darf nicht nur an den Bund ausgezahlt werden“, so Mende.

In einer gemeinsamen Resolution, der auf einem Entwurf von Mende basiert, forderten die Vertreter der Städte und Kommunen den Bund auf, ein eigenes Konversionsprogramm aufzulegen. Darüber hinaus müssten die freiwerdenden Immobilien durch die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben zu fairen Preisen veräußert werden. Ferner müsse es möglich sein, einzelne Grundstücke an die Kommunen zu einem symbolischen Preis zu veräußern, heißt es. Geprüft werden müsse auch, ob EU-Fördermittel zur Verfügung stünden.

Überall an den Standorten der britischen Streitkräfte machen sich die Verantwortlichen Gedanken über Folgenutzungen. In Celle hat der Stadtrat bereits erste Weichen für die zivile Nachnutzung des Kasernengeländes an der Hohen Wende gestellt. Die Politiker leiteten Änderungen des Flächennutzungsplanes ein. Dabei geht es um 3,5 Hektar, auf denen sich die benachbarte Firma Holz-Zentrum Luhmann vergrößern möchte.