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Celle Ortsteile Brunnenbau hilft in Afar
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile Brunnenbau hilft in Afar
14:26 06.03.2012
Von Michael Ende
Celler Brunnenbau ¸bergibt Bohranlage an Welthungerhilfe Quelle: Peter M¸ller
Altencelle

"Manchmal habe ich das Gefühl, dass wir im Ausland bekannter sind als in Celle", lächelte gestern Dirk Wietfeld, Geschäftsführer des weltweit tätigen Bohrunternehmens Celler Brunnenbau. Auch in der Äthiopischen Dürre-Provinz Afar dürfte das demnächst der Fall sein, denn hier wird in Kürze Hilfe aus Celle eintreffen, die weit mehr ist als der berühmte Tropfen auf den heißen Stein. Hier geht es um einen Leben spendenden, stetigen Wasserstrahl.

Die Welthungerhilfe hat die Celler Firma im Januar mit der Lieferung eines gebrauchten mobilen Bohrgerätes (Drilling Rig) sowie weiterer Ausrüstungsgegenstände zur Erstellung von Tiefbrunnen beauftragt. Die rund eine Million Euro betragenden Kosten des Bohrgeräts werden je zur Hälfte von der Welthungerhilfe sowie aus Bundesmitteln, die über die Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) bereitgestellt werden, bestritten. "Die Welthungerhilfe wird die gesamte Ausrüstung nach Äthiopien exportieren und dort mit ihrem lokalen Partner Tiefbrunnen in entlegenen Bezirken der von Dürre betroffenen Afar-Region bohren. Die Auftragserteilung hat für unser mittelständiges, international tätiges Bohrunternehmen einen hohen Stellenwert", so Wietfeld: "Da wir die Hilfsprojekte gerne unterstützen möchten, entschlossen wir uns spontan, eine von uns für den afrikanischen Markt entwickelte Solar-Pumpstation für Äthiopien zu spenden." Diese Station, die rund 50.000 Euro wert sei, solle in der Nähe einer Krankenstation aufgebaut werden.

Einen "Meilenstein" nannte Hans Bailer, bei der Welthungerhilfe Länderreferent für das Horn von Afrika, den Erwerb der Bohranlage. Nun sei man in Afar nicht mehr darauf angewiesen, externe Bohrtrupps anzuheuern: "Das ist ein wichtiger Schritt für uns und für die Menschen in dieser Region, die so groß ist wie Niedersachsen."