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Celle Ortsteile Celler ADFC wendet sich gegen Verschlimmbesserungen
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile Celler ADFC wendet sich gegen Verschlimmbesserungen
20:09 17.04.2018
Von Gunther Meinrenken
Quelle: Gunther Meinrenken
Celle

Zu Beginn des vergangenen Jahres hatten die Verkehrsplaner im Neuen Rathaus die Verkehrsführung für Radler an der Kreuzung Wederweg/Burgstraße verändert. An den Überwegen gibt es nun getrennte Fuhrten für Radfahrer und Fußgänger. Damit können Eggers und sein Vorstandskollege im ADFC, Volkmar Nehse, noch leben. Dass Fahrradfahrer nun ohne Einschwenken geradeaus fahren können, begrüßt besonders Nehse. Die daraufhin installierte neue Ampelschaltung für Radler sei jedoch "intuitiv nicht erfassbar", kritisiert Eggers die Änderungen.

Er greift einen Vorschlag des Celler ADFC-Vorsitzender Detlev Meyer auf. Bisher stehen nämlich die "indirekten Linksabbieger" wie sie im Fachjargon genannt werden, so auf den Aufstellflächen, dass sie die Ampel nur sehen können, wenn sie nach rechts über ihre Schulter schauen. Diese Lösung ist also für die Radler recht unbequem. "Andere Städte wie Oldenburg oder auch Lüneburg machen es den Rad- und Kraftfahrern einfacher. Dort stellen sich die indirekt links abbiegenden Radler in Fahrtrichtung auf und das für sie gültige Signal befindet sich auf der anderen Straßenseite", erklärt Eggers.

Daher regt der ADFC-Vorsitzender Meyer an: "Die für die linksabbiegenden Radfahrer gedachten Signale mit Pfeil erhalten eine neue Streuscheibe ohne Pfeil und werden als Fahrradampel für die geradeaus fahrenden Radfahrer umprogrammiert." Diese Fahrradampeln wären dann in Blickrichtung, wenn die Radfahrer auf den Aufstellflächen stehen.

Wichtig sei, so Meyer weiter, die Planung an den beiden jetzt neu umzubauenden Knoten gleich ohne Pfeilampeln vorzunehmen. Doch da hat der ADFC wohl die Rechnung ohne die Verkehrsplaner im Neuen Rathaus gemacht. Denn auch an den Einmündungen Braunschweiger Straße/St.-Georg-Garten und Burgstraße/77er Straße soll die Stadt für indirekte Linksabbieger Pfeilampeln installieren wollen.

Eggers hält davon nichts. Doch besonders stört ihn, dass die Stadt offensichtlich vorhat, die bisher gut funktionierende Verkehrsführung an der Burgstraße/77er Straße zu verschlimmbessern. Nebeneffekt: Den Traum von der durchgehenden Radfahrstraße könnte Eggers dann auch begraben. Denn: "Die Stadt möchte auf der westlichen Seite der Burgstraße einen Schutzstreifen für Radfahrer einrichten. Dieser soll bis zur Fußgängerampel am Schulzentrum gehen. Auf der östlichen Seite soll die bisherige Gegenläufigkeit aufgehoben werden." Das sei das Gegenteil der Vorstellungen des ADFC. "Im Kern sollte man die Kreuzung so lassen, wie sie ist", meint Eggers, der die Vereinfachung des Geradeaus-Fahrens befürwortet.

Unterstützung bekommt der ADFC von Tim Übermuth, Ortsbürgermeister der Blumlage/Altstadt. Er hatte sich bereits dafür ausgesprochen, die Fehler von der Burgstraße/Wederweg nicht an anderen Stellen zu wiederholen. Von den genauen Planungen der Stadt für den Bereich Burgstraße/77er Straße hörte er gestern zum ersten Mal. Übermuth wundert sich: "Was ich vermisse, ist, dass die Planer vorher die Meinung der Polizei einholen."

Übermuth will nicht tatenlos zuschauen. "Ich werde das Thema noch einmal in die CDU-Fraktion tragen. Diese Planungen müssen dringend noch einmal im Verkehrsausschuss besprochen werden, bevor die nächsten Verkehrsknoten umgestaltet werden." Die Verkehrsplaner der Stadt waren gestern für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Wilhelm Eggers hat einen Traum. Wie die anderen Mitglieder des Celler Kreisverbands des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) wünscht sich der Verkehrspolitische Sprecher der Vereinigung eine durchgehende Radfahrstraße von der Einmündung der Fischerstraße in die kleine Burgstraße bis zur 77er Straße.

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