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Celle Ortsteile Celler Abc-Schützen vor der Einschulung
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile Celler Abc-Schützen vor der Einschulung
17:38 22.06.2018
Von Audrey-Lynn Struck
Quelle: David Borghoff
Celle

Sicht erst einmal zurechtfinden

„Ich glaube, dass ich in der Schule nicht mehr so viel spielen kann. Das finde ich schlecht“, sagt die Schulanfängerin Helene Döring ernüchtert. Die Fünfjährige ist ein echter Wirbelwind und ging bisher in die Kita Kapellenberg, wo sie am liebsten im Bewegungsraum herumtobte oder Fußball spielte. Ab Sommer geht sie dann in die Grundschule Hehlentor direkt nebenan. „Natürlich ist die viel größer als der Kindergarten. Ich werde mir bestimmt am Anfang nicht merken können, wo alle Räume sind“, sagt Helene. Ausnahme: Helene weiß schon, wo in der neuen Schule das Klo ist. Bei einem Schnuppertag bekam sie bereits erste Einblicke in den Schulalltag. Die Grundschule verlor so den Status der großen Unbekannten.

Dass Helenes Bruder bereits auf die Hehlentorschule geht und sie zusammen mit ihrem Freund Levi in eine Klasse kommt, nimmt der Fünfjährigen weitere Sorgen. „Ich habe nur ein bisschen Angst, dass ich nicht gut genug bin und später nicht aufs KAV zu meiner großen Schwester darf“, sorgt sich die Schulanfängerin. Das hat allerdings zum Glück noch etwas Zeit. Am meisten freue sie sich daher erst einmal auf den Sportunterricht, das Lesenlernen und die Pause.

Ranzen wartetauf Auftritt

Auch Ben Trende vom AWO-Kindergarten kann es kaum erwarten, endlich lesen zu können. Was ihn besonders reizt: Er möchte wissen, was auf allen Straßenschildern geschrieben steht. „Meinen Namen kann ich sogar schon schreiben. Ich hab ja auch nur drei Buchstaben“, erzählt der Garßener, der schon vor dem ersten Schultag sehr aufgeregt ist. Ablenkung brachten ihm die vielen Schritte, die noch vor der eigentlichen Einschulung anstanden. Er merkte sich Zahlen bei der Schuluntersuchung, meldete sich offiziell in der Grundschule an und machte Schnupperunterricht mit. Auch der Schulranzen wurde bereits gekauft, den Ben stolz zeigt.

Vorsichtig holt er zuerst einen kleinen Schutzengel hervor, den er von seiner Oma geschenkt bekommen hat. Dann kramt er seine Federmappe aus dem neuen Ranzen, klappt sie auf und präsentiert begeistert seine vielen Buntstifte. „Die habe ich noch nie benutzt. Das mache ich erst, wenn ich in der Schule bin.“ Der Sechsjährige wird als Einziger aus dem AWO-Kindergarten auf die Grundschule Garßen gehen. Dank des Probetages kennt er aber trotzdem schon viele aus seiner neuen Klasse. „Und mit den anderen aus dem Kindergarten werde ich ja trotzdem befreundet bleiben“, ist sich Ben sicher.

Nicht mehrder Große

Die Kunst, Freundschaften zu halten, obwohl man sich nicht mehr jeden Tag im Kindergarten sieht, muss Louis Schillermann auch lernen. „Ich hab so viele Freunde, mit denen ich immer spiele. Das ist echt unglaublich“, so der Sechsjährige und zählt erst einmal mehr als ein Dutzend Namen auf. Obwohl er gerne Zeit im AWO-Kindergarten verbracht hat, freut sich der Celler schon sehr auf die Hehlentorschule. „Im Kindergarten spielt man nur, geht raus und frühstückt. Dann ist der Tag eigentlich auch schon vorbei“, erklärt Louis. Jetzt möchte er endlich mehr lernen. Auf den Matheunterricht freut er sich dabei am meisten. „Beim Rechnen kann ich immer so gut meinen Kopf anschalten.“

Gibt es denn auch etwas, worauf er keine Lust hat? Louis überlegt. Sind es vielleicht Hausaufgaben? Der Sechsjährige runzelt die Stirn und schüttelt dann den Kopf. „Ich weiß ja noch gar nicht genau, was Hausaufgaben sind. Also kann ich nicht sagen, ob ich die gut, mittel oder schlecht finde“, so der Schulanfänger. Neben dem Schulalltag, dem größeren Gebäude und den vielen neuen Menschen ändert sich für die Erstklässler noch eine weitere Sache: Plötzlich sind sie nicht mehr die Großen, wie im Kindergarten, sondern die Kleinen. Louis hat damit kein Problem, dass er jetzt wieder der Jüngste ist. „Ich bin ja nicht plötzlich statt sechs auf einmal vier Jahre alt. Ich bin ja immer noch groß.“

Manche müssennachsitzen

Die Schulanfängerin Tilda Reinstorf hat eine andere Begründung dafür, weshalb sie es nicht so schlimm findet, wieder die Jüngste an der Schule zu sein. „Ich bin in meiner Familie mit zwei älteren Brüdern und nur einem jüngeren ja auch fast die Jüngste und habe mich daran gewöhnt, die Kleine zu sein“, sagt die Sechsjährige, die momentan noch in den Evangelischen Kindergarten in Klein Hehlen geht. Dort spielen sie bei Wind und Wetter draußen und basteln jeden Tag – Tildas Lieblingsbeschäftigung. In der Grundschule Klein Hehlen freut sie sich daher besonders auf den Sport und den Kunstunterricht. „In Kunst werde ich bestimmt sehr gut sein, weil ich so viel und so gerne bastele“, ist die Cellerin überzeugt.

Durch ihre beiden Brüder und den Schnuppertag weiß Tilda schon viel über die Schule. Zum Beispiel, dass man ruhig sein müsse, damit sich die anderen gut konzentrieren können. „Wenn man das nicht ist oder anderen weh tut, muss man nachsitzen“, sagt die Sechsjährige. Das sei in ihrem Kindergarten ganz anders. Dort müsse man sich nur entschuldigen oder so lange auf einem Stuhl sitzen, bis man sich beruhigt hat. Trotz den neuen Regeln kann sich die Schulanfängerin nicht entscheiden, ob sie nun die Schule oder doch den Kindergarten lieber mag. „Für das Leben ist es auf jeden Fall wichtig, in die Schule zu gehen, um schlauer zu werden.“

Ein Lebensabschnitt ging zu Ende, ein neuer beginnt. Für die Abiturienten des Celler Gymnasiums Ernestinum geht es jetzt in ein neues Leben, "in eine Welt voller Geheimnisse und Probleme, aber auf die wir gut vorbereitet sind", glaubt Lukas Harder als Vertreter für die Schülerschaft. In einer gut zweistündigen Feier verabschiedeten sich am Freitag die Abiturienten der Schule von ihren Lehrern und erhielten am Ende ihre langersehnten Abiturzeugnisse. -

23.06.2018

Der Besuch eines Freibads auch bei hochsommerlichen Temperaturen steht bei Familien und Jugendlichen heutzutage nicht mehr besonders hoch im Kurs. Hat man vor 20 Jahren bei dem Traumwetter der vergangenen Wochen kaum noch einen Platz auf der Liegewiese bekommen, so sind die Bäder trotz Spitzentemperaturen nur relativ voll gewesen. Das spiegelt sich offensichtlich auch immer mehr bei den Schwimmfähigkeiten der Grundschüler wider. Zum Ende des vergangenen Schuljahres haben nur 77 Prozent der Celler Viertklässler ihre Schwimmfähigkeit nachweisen können. Vor fünf Jahren waren es noch 82 Prozent. Ein Grund: Der Schwimmunterrichtet an den Schulen gestaltet sich schwierig.

Gunther Meinrenken 22.06.2018

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22.06.2018