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Celle Ortsteile Celler Bauhof kommt an Hohe Wende
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile Celler Bauhof kommt an Hohe Wende
15:33 19.11.2017
Von Gunther Meinrenken
Quelle: Michael Schäfer
Celle

Bereits 2013 war man eigentlich schon soweit, sich für die jetzt gezogene Option zu entscheiden. Kostenschätzungen hatten ergeben, dass die Hohe Wende mindestens 2,2 Millionen Euro günstiger sei als alle anderen geprüften Varianten. Passiert war nichts. Ganz im Gegenteil: Im Dezember vergangenen Jahres brachte die CDU im Verwaltungsausschuss eine Mehrheit hinter sich, um erneut eine Wirtschaftlichkeitsprüfung anzustellen. Die Zahlen aus 2013 waren den Christdemokraten zu alt. Die FDP favorisierte den Standort Neuenhäuser Straße und brachte auch noch das ehemalige Gelände von "M-I Swaco" ins Gespräch. Die SPD kritisierte die in ihren Augen unnötige Verzögerung.

Im Neuen Rathaus machte man sich erneut an die Arbeit, nur um im März noch einmal zu verkünden, was auch vor vier Jahren schon feststand: "Im Vergleich zur Ertüchtigung des Bauhofs am gegenwärtigen Standort liegt der Unterschied nach jetzigen Erkenntnissen bei etwa drei Millionen Euro", verkündete damals Stadtsprecher Wolfgang Fischer. Die Politik lenkte ein und beauftragte das Bremer Büro "S3 – Sasse & Sasse" mit der Detailplanung. Diese wurde nun im Umweltausschuss vorgestellt.

Insgesamt wird der Umzug des Bauhofs und des Grünflächenamts etwa 12,157 Millionen Euro kosten. Das sind etwa drei Prozent mehr als die in der ursprünglichen Kalkulation vorgesehenen 11,66 Millionen Euro. Die reine Investitionssumme, die die Stadt aufbringen muss, liegt allerdings noch einmal deutlich darunter. Durch Fördermittel in Höhe von etwa 2,5 Millionen Euro und zu erwartende Einnahmen aus Grundstücksverkäufen von über eine Million Euro reduzieren sich die Ausgaben für die Stadt auf etwa 8,1 Millionen Euro. Eine Photovoltaikanlage in der Größe von 1700 Quadratmetern soll zusätzliche Einnahmen generieren.

Nach den jetzigen Erkenntnissen wird die abgängige Sporthalle auf der Hohen Wende abgerissen. Die Garagen werden als Lagerfläche und in ihrer jetzigen Funktion übernommen. Neu gebaut werden soll allerdings auch die Werkstatt. Das jetzige Gebäude auf dem Gelände der ehemaligen Kaserne sei für die Belange des Bauhofs ungeeignet, die Nebenflächen seien zu groß und die Hallen zu klein für die Fahrzeuge der Stadt.

Ute Rodenwaldt-Blank (SPD) brachte noch einmal Unruhe in die Sitzung, weil sie nicht verstehen konnte, dass nicht der gesamte kontaminierte Boden entsorgt werden solle, sondern nur an den Stellen, die "aufgerissen" werden. Jens Hanssen, Fachdienstleiter Grün-, Straßen- und Friedhofsbetrieb, erläuterte, dass es dazu keine Verpflichtung gebe. Er versicherte: "Es besteht keine Gefahr für die Mitarbeiter oder die Umwelt."

Die Mitarbeiter müssen nun allerdings noch etwas warten, bis sie endlich bessere Arbeitsbedingungen bekommen. Die Stadt rechnet damit, dass der neue Bauhof an der Hohen Wende frühestens Ende 2019 bezogen werden kann.