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Celle Ortsteile Celler Blinde: Kreisel ist "menschenverachtend"
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile Celler Blinde: Kreisel ist "menschenverachtend"
02:30 20.02.2018
Von Gunther Meinrenken
BildunterschriftBildunterschrift Quelle: Fotocredit
Celle

Vor dem Bau des Kreisels war Gläser, Interessenvertreter des Blinden- und Sehbehindertenverbands Niedersachsen (BVN), noch voll des Lobes über das Projekt. Im Vorfeld waren ihm und Bernd Skoda vom SoVD die Pläne zur Stellungnahme vorgelegt worden. Werner erinnert sich: "Wir haben beide die Pläne befürwortet. Grundlage dafür war die barrierefreie Gestaltung des Kreisverkehrs, um auch für behinderte Menschen sichere Mobilität und Teilhabe zu gewährleisten. Die Pläne enthielten die auch vom Deutschen Verkehrssicherheitsrat für Kreisverkehre beschlossenen Zebrastreifen und damit die notwendige Voraussetzung für unsere positiven Stellungnahmen."

Nach der Absperrung der Überwege hat sich die Meinung von Gläser ins genaue Gegenteil verkehrt: „Unsere Stellungnahmen sind damit hinfällig. Einer Baumaßnahme, wie sie sich jetzt darstellt, hätten wir unter keinen Umständen zugestimmt. Der immer wieder ins Feld geführte Hinweis, man könne ja die Ampelanlage am Neumarkt nutzen, ist für Menschen mit Seheinschränkungen untauglich. Die Anlage ist weder mit Akustik noch mit Bodenindikatoren ausgestattet", so Gläser. Auch ein „Erhören“ des Verkehrsflusses sei nicht möglich, da dort praktisch dauerhaft Verkehr herrsche. Blinde Menschen könnten hier leicht die Orientierung verlieren.

"Die Zebrastreifen am Kreisverkehr waren die einzig barrierefreien Querungen in dem Bereich. Einer Wiederherstellung erst nach Fertigstellung der gegenläufigen Befahrbarkeit des Nordwalls kann nicht zugestimmt werden, zumal es bisher keinen vorliegenden Gestaltungs- und erst recht keinen Zeitplan gibt", sagt Gläser. Seine Forderung: Sollten die Zebrastreifen nicht zeitnah wiederhergestellt und die Zäune entfernt werden, so dass die Übergänge wieder nutzbar sind, müssten auch die Bodenindikatoren in den Bereichen entfernt werden, da sie auf gesicherte Querungen hinweisen.

Wessen Grundstück an einer öffentlichen Straße liegt, die grunderneuert werden soll, den können die dann fälligen Straßenausbaubeiträge im schlimmsten Fall in den Ruin treiben. Dies ist ein Grund, warum die Gemeinde Winsen jüngst beschloss, die Investitionen für die Straßensanierungen künftig nicht mehr von den direkten Anliegern einzutreiben, sondern über eine Erhöhung der Grundsteuer B auf alle Bürger umzulegen. Die Stadt möchte allerdings erst einmal abwarten, wie Stadtbaurat Ulrich Kinder in der jüngsten Sitzung des Verkehrsausschusses mitteilte.

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