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Celle Ortsteile Celler Bohrsimulator: Volle Leistungsstärke bis Jahresende
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile Celler Bohrsimulator: Volle Leistungsstärke bis Jahresende
17:19 15.09.2017
Von Gunther Meinrenken
Quelle: Thomas Brandt
Celle

Oppelt ist sich sicher, dass der Bohrsimulator, der auf einem Nachbargrundstück von Baker Hughes angesiedelt ist, jetzt erst so richtig Fahrt aufnehmen wird. Denn der Hardwaresimulator wird erst gegen Ende des Jahres seine endgültige Ausbaustufe erreicht haben. Dann dürfte ein weiterer Auftrag unter Dach und Fach gebracht werden, der bisher noch nicht erteilt wurde, weil der Hardwaresimulator noch nicht voll leistungsfähig war.

Bisher hat Oppelt drei Forschungsaufträge aus der Bohrindustrie im Volumen von 200.000 Euro an Land gezogen. Dazu kommen noch einmal Forschungsgelder in Höhe von 3,8 Millionen Euro vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie für ein Projekt zur Optimierung tiefer Geothermie-Bohrungen. Der Direktor des DSC ist zudem zuversichtlich, auch noch die Bewilligung für ein Vorhaben im Bereich der Bohrspülung zu erhalten. „Dafür haben wir bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft einen Antrag gestellt. Der wurde zwar zunächst abgelehnt, aber ich bin mir sicher, dass wir die Argumente, die dazu geführt haben, leicht entkräften können.“

Ausgelegt ist die Celler Forschungseinrichtung auf zwölf Mitarbeiter, zehn Stellen sind bereits besetzt. „Für zwei Aufgabenbereiche haben wir allerdings noch nicht die passenden Personen gefunden“, so Oppelt. Gesucht werde noch ein Maschinenbautechniker, allerdings teilweise auf dem Niveau eines Fachhochschulingenieurs. „Die Person muss eng mit den Wissenschaftlern zusammenarbeiten“, erläutert Oppelt.

Frei ist ebenfalls noch der Posten eines Daten-Kommunikations-Ingenieurs. „Hier geht es darum, die Datenkommunikation zwischen Softwaresimulator und Hardwaresimulator zu steuern. Das ist eine sehr anspruchsvolle Aufgabe“, erklärt Oppelt. Qualifizierte Fachkräfte, die so etwas können, seien allerdings rar gesät. „Die sind nicht leicht zu finden. Die Industrie braucht solche Leute auch und außerdem zieht es viele Uniabsolventen eher in die Großstädte“, meint Oppelt.