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Celle Ortsteile Celler Carsten Dapper holt "Swinging Christmas" nach Celle
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile Celler Carsten Dapper holt "Swinging Christmas" nach Celle
13:27 17.08.2018
Von Andreas Babel
Quelle: David Borghoff
Celle

Das Konzert mit dem Capital Dance Orchestra ist Ihre erste große Veranstaltung, die Sie nach Celle bringen. Wie sind Sie auf die Idee gekommen, diese Formation zu verpflichten?

Im vergangenen Herbst stellte ich fest, dass in Celle 2017 kein Weihnachtskonzert eines überregionalen Künstlers stattfinden würde. The Capital Dance Orchestra kannte ich bereits aus meiner Zeit als Agent des Klavierkabarettisten Bodo Wartke, wo wir gemeinsam mehrere Tourneen organisiert haben. Ich wusste, dass das Orchester ein wunderbares Weihnachtsprogramm im Repertoire hat. Da lag es nahe, einfach mal anzufragen. Für 2017 war leider so kurzfristig nichts mehr zu machen, zumal es bei einer Big Band dieser besonderen Qualität auch Sponsoren bedarf, um eine solche Veranstaltung auf die Beine zu stellen. Im Frühjahr habe ich drei tolle Partner gefunden, die dieses Konzert nun möglich machen.

Was erwartet den Besucher dieses Konzerts in der Adventszeit?

Die Konzertbesucher können sich auf eine außergewöhnliche Auszeit vom vorweihnachtlichen Alltag freuen. Simon Marlow und Meta Hüper sind fantastische Sänger. Gemeinsam mit dem Orchester werden sie viele englischsprachige Klassiker, wie zum Beispiel Winter Wonderland, White Christmas oder Jingle Bells darbieten. Aber auch deutsche Lieder, wie Stille Nacht, heilige Nacht, sind im Programm. Die Arrangements wurden alle eigens für das Capital Dance Orchestra geschrieben, so dass man die Melodien zwar kennt, jedoch auch viel Neues entdecken kann. Und vielleicht gibt es auch die ein oder andere musikalische Überraschung – aber da möchte ich noch nicht zu viel verraten. (schmunzelt)

Celle ist Ihre Heimatstadt. Wie wichtig ist es für Sie, gerade hier etwas auf die Beine zu stellen?

Nach 13 Jahren in Hamburg und Berlin sind meine Frau und ich im vergangenen Jahr in unsere Heimat Celle zurückgekehrt, einerseits aus Verbundenheit zu unseren Familien und Freunden, andererseits, weil wir Celle sehr lebens- und liebenswert finden. Das kulturelle Angebot Celles ist für eine Stadt dieser Größe sehr ausgeprägt und braucht sich absolut nicht zu verstecken. Ich finde es prima, wie viele und wie vielseitige Veranstaltungen in Celle stattfinden. Dennoch glaube ich, die ein oder andere Nische noch besetzen und damit einen kleinen Beitrag zur Attraktivität unserer schönen Stadt und Region beisteuern zu können. Das bedeutet mir sehr viel.

Sie werden die Nachfolge von Jürgen Wippich als Verantwortlicher für die Reihe „Kultur querbeet“ antreten. Bleibt da noch Zeit für weitere berufliche Pläne?

(lacht) Es wäre schön, wenn man von ein, zwei Kulturveranstaltungen der Größenordnung von Kultur querbeet im Monat leben könnte. Tatsächlich engagieren Jürgen und ich uns für Jazz, Kabarett und Kleinkunst, weil es für uns eine Herzensangelegenheit ist. Das verbindet uns beide. Jürgen hat diese tolle Veranstaltungsreihe als Pensionär aufgebaut und betrieben. Ein Lebensunterhalt ließe sich davon nicht bestreiten. Trotz des nicht unerheblichen Aufwands wird also Zeit für anderes bleiben und auch bleiben müssen.

Und wie sehen Ihre anderen beruflichen Pläne aus?

Mit der Erfahrung aus sechs Jahren Kleinkunst- und Künstlermanagement arbeite ich seit 2016 als Berater für Kultur- und Kreativschaffende aus ganz Deutschland. Dieser Tätigkeit werde ich auch weiterhin nachgehen. Ich könnte mir vorstellen, in Zukunft weitere Veranstaltungsformate in Celle zu etablieren oder zusätzlich wieder in anderen Feldern zu arbeiten, zum Beispiel als Künstleragent. Aber jetzt konzentriere ich mich erstmal voll und ganz auf Swinging Christmas und Kultur querbeet. Dann sehe ich weiter.

Seit 1. Juli werden Lkw auch auf Bundesstraßen zur Kasse gebeten und müssen Maut zahlen. Der Staat erhofft sich davon Mehreinnahmen und eine Eindämmung der Schleichverkehre, mit denen Speditionen die Abgabe auf der Autobahn umgehen wollten. Unangenehmer Nebeneffekt: Die Celler zahlen mit und zwar bei den Müllgebühren. Denn auch die Fahrzeuge des Abfallzweckverbandes müssen nun Maut entrichten. In Celle fallen dadurch etwa 20.000 Euro an Mehrkosten pro Jahr an.

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