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Celle Ortsteile Celler Garnison-Museum muss warten
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile Celler Garnison-Museum muss warten
16:24 24.11.2017
Von Gunther Meinrenken
Quelle: David Borghoff
Celle

"Das Militär hat auf das Leben in der Stadt eingewirkt", erklärte Kulturdezernentin Susanne McDowell während der jüngsten Sitzung, noch einmal, warum sich vor vier Jahren ein wissenschaftlicher Mitarbeiter des Bomann-Museums damit beschäftigt hatte, wie man die Ausstellungsstücke des Garnison-Museums neu ordnen könne. In den jetzigen Räumen reicht der Platz dafür allerdings nicht aus. Und für die geschätzten Kosten von 350.000 bis 500.000 Euro für eine Instandsetzung und einen Neubau hat die Stadt nicht die notwendigen Mittel. McDowell betonte allerdings: "Die Sammlungen des Garnison-Museums müssen fester Bestandsteil der musealen Landschaft in Celle bleiben." Nur müsse man eines Tages auch sagen, wie es weitergehen soll.

Die FDP hatte die neuerliche Diskussion angestoßen. Harald Range, Ratsherr der Liberalen und Mitglied im Kulturausschuss, wiederholte das Anliegen der Partei: "Das Garnison-Museum ist ein Aushängeschild der Stadt. Aber die Präsentation der Gegenstände müsste überprüft werden." Es gebe dort sehr viele Exponate aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges, mit denen man über die Vergangenheit berichten könne, um für die Zukunft zu lernen. In der jetzigen Form geschehe dies allerdings nicht.

Heiko Wolff, Vorsitzender des Trägervereins des Garnison-Museums, wies auf die knappen personellen Ressourcen hin. "Wir haben nur noch sechs Personen für eine Aufsicht oder Führungen. Ohne persönliche Begleitung erschließt sich den Besuchern nicht der geschichtliche Hintergrund. Deswegen haben wir auch nur noch zweimal in der Woche geöffnet." Eine Neukonzeptionierung stößt bei Wolff auf offene Ohren. "Eine bessere Präsentation oder Einordnung der Exponate in den geschichtlichen Zusammenhang wäre für Celle ein Riesengewinn", ist Wolff überzeugt. Dann könne man auch überlegen, ob man die Zeitspanne der im Garnison-Museum abgedeckten Geschichte erweitern könne.

Range regte an, ob man nicht Fördermittel aus Berlin für die Umgestaltung des Museums akquirieren könne. Die Verwaltung möchte das prüfen. So blieb den Ausschussmitgliedern vorerst nichts anderes übrig, als "ihnen zu wünschen, dass Sie gut weiterarbeiten, bis Licht am Ende des Tunnels zu sehen ist", so Ausschussvorsitzender Bernd Zobel, der nicht sieht, dass sich die Haushaltslage in den kommenden zwei Jahren verbessern wird.