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Celle Ortsteile Celler Haushalt: Spar-Hammer kommt erst noch
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile Celler Haushalt: Spar-Hammer kommt erst noch
18:34 15.01.2014
Von Michael Ende
Karikatur: Warten auf's Sparpaket. Quelle: Ulrich Frassl
Celle

Ob es die Ruhe vor dem Spar-Sturm war? Im Verwaltungsausschuss habe es am Dienstag "keinen großen Schlagabtausch" zum Thema Haushalt 2014 gegeben, sagte gestern Celles Oberbürgermeister Dirk-Ulrich Mende (SPD): "Alle haushaltsrelevanten Themen, die am Donnerstag im Rat auf der Tagesordnung stehen, sind mit Mehrheit beschlossen worden."

Dabei habe die Verwaltung der Politik leicht verbesserte Zahlen präsentieren können, so Mende: "Nachdem wir zunächst von einem Minus von rund zehn Millionen Euro im Haushalt ausgegangen waren, ist nun ein negatives Jahresergebnis von 8,2 Millionen Euro eingeplant. Das ist schon mal ein positives Signal - auch wenn ich nach einer Veränderung der Kreisumlage gerne noch mal eine Verbesserung von rund fünf Millionen einplanen würde." Die Verringerung des Defizits sei auf zwei Faktoren zurückzuführen: "Wir bekommen eine Million von der Sparkasse, die ursprünglich nicht in Aussicht stand und eine Million aus anderen Dividenden sowie Rückflüsse von Geldern vom Landkreis."

Nicht ganz zufrieden sei Mende mit der Tatsache, dass es noch nicht gelungen sei, den Saldo aus der laufenden Verwaltungstätigkeit auf null zu fahren: "Da will ich einmal landen - für 2014 haben wir da noch ein Minus von einer Million."

Mit dem jetzigen Haushalt werde man die Handlungsfähigkeit der Stadt erhalten - nicht weniger, aber auch nicht mehr, so Mende. Richtungsentscheidungen seien erst für den Nachtragsetat vorgesehen: "Die Notwendigkeit, Einsparungen vornehmen zu müssen, ist unabdingbar." Es sei jedoch im Hinblick auf die Vorarbeiten der Kommunalen Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsmanagement (KGSt) nicht sinnvoll, gleichzeitig Einsparungen vorzunehmen, die sich im Lichte der KGSt-Auswertungen im schlimmsten Fall als kontraproduktiv herausstellen könnten. Die Vorschläge der KGSt sollten im März bis April vorliegen. Daher könnte man im Juni einen Nachtragshaushaltsplan beschließen, der die erarbeiteten Einsparvorschläge beinhalte. Mende: "Im Nachtrag geht das Sparen los - dann geht es ans Eingemachte."