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Celle Ortsteile Celler IHK hält Famila-Markt für "bedingt vertretbar"
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile Celler IHK hält Famila-Markt für "bedingt vertretbar"
15:49 13.04.2018
Von Gunther Meinrenken
Am 16. Mai soll das Famila-Einkaufszentrum in Groß Hehlen eröffnet werden. Die IHK wird nicht gegen die umstrittene Baugenehmigung vorgehen. Quelle: Oliver Knoblich
Celle

GROSS HEHLEN. IHK und Vertreter des Celler Einzelhandels hatten starke Zweifel, ob die von der Stadt erteilte Baugenehmigung für Famila legal sei und bereits rechtliche Auskünfte eingeholt sowie die zuständigen Planungsbehörden eingeschaltet. Der Grund: Die genehmigten Verkaufsflächen weichen teilweise stark von denen ab, die der Celler Rat im Bebauungsplan zum Schutz der Innenstadt beschlossen hatte. So waren die Sortimente für Drogerieartikel und Kosmetik in der Baugenehmigung von 370 auf 820 Quadratmeter erhöht worden, die für Elektrokleingeräte von 630 auf 750 Quadratmeter, zudem wurden 300 Quadratmeter für Elektrogroßgeräte genehmigt. Nur so war es möglich, dass sich im AllerCenter eine Rossmann-Filiale und ein Expert-Markt niederlassen werden.

Die IHK hatte lange Zeit vergeblich versucht, Details zu den Verkaufsflächen im AllerCenter von der Verwaltung zu erfahren. "Die Stadt Celle hatte der IHK trotz mehrfacher Nachfrage über einen Zeitraum von acht Monaten Einzelheiten zu den Planungen vorenthalten", so IHK-Pressesprecherin Sandra Bengsch. Erst auf eine Anfrage der CZ gab das Neue Rathaus die Zahlen heraus. Nachdem Tobias Hannemann, Leiter der Celler IHK-Geschäftsstelle, diese geprüft hat, kommt er zu dem Schluss: "Bei einigen innenstadtrelevanten Sortimenten wurden leichte Überschreitungen der maximalen Verkaufsfläche genehmigt, die aber durch Unterschreitungen an anderer Stelle wieder ausgeglichen werden."

Die Gesamtverkaufsfläche in dem Einkaufszentrum wird 7287 Quadratmeter betragen, laut B-Plan wären 9390 Quadratmeter möglich gewesen. Hannemann: „Solange insgesamt eine solche Reduzierung sichergestellt werden kann, sind die genehmigten Überschreitungen in den Teilsortimenten aus Sicht unserer IHK im Sinne der Raumordnung vertretbar. Unsere Bewertung gilt allerdings nur unter der Voraussetzung, dass die bisher nicht ausgeschöpften – aber nach dem Bebauungsplan zulässigen – Verkaufsflächen auch zukünftig nicht in Anspruch genommen werden." Der Stadt habe man daher empfohlen, "eine Vereinbarung mit dem Grundstückseigentümer zu treffen, um zu gewährleisten, dass es zu keinen weiteren Sortimentserweiterungen kommt, die der Innenstadt und bestehenden Versorgungsstrukturen schaden".

Die zuständige Planungsbehörde, das Amt für regionale Landesentwicklung Lüneburg, kommt zu dem Schluss: "Gegenüber den im Bebauungsplan festgesetzten Sortimenten ergeben sich durch die neu genehmigten Sortimentsverteilungen damit keine wesentlich veränderten Auswirkungen auf die Innenstadt beziehungswese die Ortskerne der umliegenden Grundzentren." Ob die Baugenehmigung rechtens sei, "ist aber nicht durch unsere Behörde zu prüfen, sondern gegebenenfalls durch die zuständige Fachaufsicht – das Niedersächsische Umweltministerium".

Die Residenzstadt Celle hat einige langjährige Städtepartnerschaften vorzuweisen. Das polnische Kwidzyn wurde am 15. April 1993 Partnerstadt – ein 25-jähriges Bündnis mit der Stadt, die in früheren Zeiten den Namen Marienwerder trug.

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Gunther Meinrenken 13.04.2018