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Celle Ortsteile Celler Kinder besiegen Schgwindelgefühl im Niedrigseilgarten
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile Celler Kinder besiegen Schgwindelgefühl im Niedrigseilgarten
18:30 27.06.2016
Wietzenbruch

Dort, zwischen hohen Buchen, findet sich ein seltsames Netzgebilde aus Seil und Karabinerhaken.

Das ist der Niedrigseilgarten von Wietzenbruch, an dem 18 Ferienpassteilnehmer und ihre fünf Betreuer Mut und Ausdauer erproben – und nebenbei noch eine Menge Spaß haben.

Die kleinen Abenteurer sind sechs bis neun Jahre alt, für ältere Kinder gibt es noch andere Termine mit höheren Schwierigkeitsgraden.

Eckhard Rust, wie alle Betreuer ausgebildeter Niedrigseilgartentrainer, erklärt, wie er den Kindern spielend wichtige pädagogische Werte vermitteln möchte. Sie lernen, sich einander zu vertrauen und Verantwortung zu tragen.

"Die Kinder spotten sich gegenseitig", erklärt Rust und meint damit, dass sie sich gegenseitig beobachten und auch sichern. Er fände es spannend, zu sehen, wie schnell dadurch neue Verbindungen zwischen den teilnehmenden Kindern während der Mittagspause zu erkennen seien.

Die Abenteurer klettern und balancieren auf dem Seil, das etwa in Kniehöhe von Baum zu Baum gespannt ist. Sie sind dabei ungesichert, einerseits, weil in der Höhe keine wirkliche Gefahr besteht, andererseits, weil es schneller geht, von Station zu Station zu wechseln.

Rust erklärt aber auch, dass der Schwierigkeitsgrad dadurch aber steige, da die Kinder sich nicht auf die Sicherheitsleine verlassen könnten und nur mit den Hilfsmitteln arbeiten müssten.

Die Stationen, die sich unter anderem "Sanduhr", "Mitgehende Liane" oder "Spinnennetz" nennen, sehen von außen sehr harmlos aus, sind aber nicht zu unterschätzen. Es sind hohe Konzentration und Körperspannung von Nöten, um das Ende des Pfades zu erreichen.

Bei der Königsdisziplin am Ende gilt es, die zwölf Meter hohe Strickleiter zu erklimmen. Ayluna (8) macht vor, wie die Station funktioniert. Hierbei ist sie mit Geschirr und Seil von Rust gesichert. Aber auch Ayluna ist keine Anfängerin.

Stolz erzählt sie, wie sie sogar schon eine 24 Meter hohe Strickleiter bewältigt hat. Da wundert es auch nicht, dass sie innerhalb kürzester Zeit oben angekommen ist. Auch wenn alles natürlich freiwillig ist, Höhenangst sollte man hier nicht haben.

Von Rabe Tabea