Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Celle Ortsteile Celler Ostumgehung: Endlich geht es weiter
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile Celler Ostumgehung: Endlich geht es weiter
19:38 11.05.2018
Von Gunther Meinrenken
Celle

Ob die Gegner der Ostumgehung damit zufrieden sein werden, wird sich zeigen. Bis zum 13. Juli haben direkt Betroffene und Träger öffentlicher Belange sowie Umweltorganisationen Zeit, gegen die Änderungen Einwendungen vorzubringen.

Fast zwei Jahre lang hatte der Bau des Kernstücks der Umgehungsstraße auf Eis gelegen. Im April 2016 hatte das Oberverwaltungsgericht Lüneburg (OVG) geurteilt, dass die Ostumgehung ein notwendiges Vorhaben sei. Gleichzeitig hat es den Planern die Hausaufgabe gegeben, den Schutz der Fledermäuse noch weiter zu intensivieren. Eine Revision vor dem Bundesverwaltungsgericht (BVG) wollte das OVG Lüneburg nicht zulassen. Straßengegner und auch die Planungsbehörde des Landes legten dagegen Beschwerde beim BVG ein. Im April wies das Gericht diese zurück.

Die Planung des Mittelteils muss nicht komplett neu aufgerollt werden – lediglich der Fledermausschutz soll verbessert werden. Mit einem ergänzenden Planänderungsverfahren wollen die Straßenbauer aus Verden dies nun in die Wege leiten. "Wir haben beim Fledermausschutz noch einmal eine Schippe draufgelegt", berichtet Sönke Zulauf, Fachbereichsleiter Planung bei der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Verden. Vorgesehen seien Fledermausschutzeinrichtungen sowie die Anpassung der Standorte und der Höhe von Masten und Freileitungen. Gleichzeitig laufe ein Flurbereinigungsverfahren, "um die Betroffenheit von Eigentümern anliegender Grundstücke möglichst gleichmäßig zu verteilen".

Wann die Ostumgehung, die derzeit an der Braunschweiger Heerstraße endet, weitergebaut werden kann, kann Zulauf nicht sagen. "Wenn die Äußerungsfrist abgelaufen ist, müssen wir die Einwendungen zunächst prüfen", so Zulauf. Frühestens nach den Sommerferien habe man sich einen ersten Überblick verschafft. Und dann sind da ja noch die Gegner der Ostumgehung, wie Otto Boecking von der Kreisgruppe Celle des BUND.

"Wir werden das Verfahren sachlich und fundiert begleiten und uns die Anpassungen und möglichen Änderungen insbesondere bezüglich des Fledermausschutzes kritisch anschauen", kündigt Boecking an. Sollte der Änderungsplanfeststellungsbeschluss dann dem Fledermausschutz immer noch nicht genügen, "wird der BUND Landesverband Niedersachsen gründlich prüfen, ob er dagegen ein Rechtsmittel einlegt". Dann könnten erneut weitere Jahre verstreichen, bis die Ostumgehung weiter gebaut wird. "Den Cellern sei zugesichert, der BUND vertritt die Interessen von Mensch und der Natur in der wir leben. Wer dies immer noch nicht wahrhaben will, der sollte sein eigenes Naturverständnis und Selbstverständnis kritisch hinterfragen", sagt Boecking.

Konzentriert schaut der Mann auf das Buch und hält es prüfend näher vors Gesicht. Er ist nicht der einzige, der so fokussiert die Seiten betrachtet. Mit ihm sind noch viele weitere Kambodschaner in der Pagode versammelt.

Audrey-Lynn Struck 08.05.2018

Groß war die Enttäuschung bei GeoEnergy, als sich die Investoren für den ersten Bauabschnitt auf der Allerinsel im vergangenen Jahr dagegen entschieden haben, die geplanten 220 Wohneinheiten mit Erdwärme zu versorgen. Die Experten des Vereins hatten zuvor in einer Machbarkeitsstudie dargelegt, dass eine geothermische Lösung auf dem Areal machbar sei. Doch ein Vorzeigeprojekt für Erdwärme kam in der „Stadt mit Energie“, dem Zentrum der europäischen Bohrindustrie, nicht zustande. Umso erfreuter ist GeoEnergy-Vorstandsmitglied Wolfgang Genannt, dass die städtische Wohnungsbaugesellschaft (WGB) in der Windmühlenstraße auf Geothermie setzt. „Wir sind von dieser Lösung begeistert“, so Genannt.

Gunther Meinrenken 08.05.2018

Elegant schwebt Annika über den Köpfen ihrer Mitschüler. Beinahe scheint es, als sei sie schwerelos. Lediglich das Trapeznetz hält sie in der Luft. Eine professionelle Artistin ist Annika nicht. Trotzdem durfte sie zusammen mit den rund 190 anderen Schülern der Grundschule Wietzenbruch eine ganze Woche lang das Leben im Zirkus kennen lernen.

08.05.2018