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Celle Ortsteile Celler Rocktailer acht Stunden im Proben-Einsatz
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile Celler Rocktailer acht Stunden im Proben-Einsatz
14:45 21.12.2016
Von Jürgen Poestges
Wiebke Dralle (/links) undAnja Ohnhold bei der Generalprobe, im Hintergrund Eva Dressel. Regisseur Ingo Bloeß (kleines Foto, links) mit Ohnhold und Tanztrainerin Laura Eder-Castaneda. Quelle: Alex Sorokin (2)
Scheuen

Im ersten Moment wirkt es wie großes Chaos. „Nein, erst der Dialog, danach der Gitarreneinsatz“, ruft Ingo Bloeß in die Gruppe. Die Turnhalle in Scheuen ist gefüllt mit Technik. Zwei Schlagzeuge, viele Verstärker, ein Mischpult, an dem Christian Dreschel munter die Regler schiebt. „Rocktail – The Band“ bei der Generalprobe für die „Crossbattle II - Revolution“. Am Freitag ab 19.30 Uhr wird das Ergebnis auf der Bühne der großen Halle der CD-Kaserne zu sehen und zu hören sein.

„Das ist kein Chaos, das ist so, wie ich es mir vorgestellt habe“, sagt Bloeß lachend. Der Regisseur und Initiator für die Show behält auch im größten Durcheinander die Übersicht. „Das hat schon Musical-Charakter hier. Es macht riesigen Spaß, mit den Leuten zu arbeiten. Diese Truppe ist hoch motiviert.“

Anja Ohnhold, Wiebke Dralle und Lynn Heinrich sind drei der Hauptakteurinnen. „Ihr müsst euch mehr über die Bühne bewegen, kommt mehr in die Mitte“, ruft Bloeß. Arnas Vonzodas, in Doppelfunktion als Chorleiter und Keyboarder im Einsatz, ist auf der Suche nach einem Ablaufplan. „Ich muss doch wissen, ob sich was geändert hat und wann ich mit dem Chor dran bin.“ Und er zieht weiter auf der Suche nach einer Setliste.

Die Halle füllt sich. Tänzerinnen und Chormitglieder kommen, warten auf ihren Auftritt. Mancher sitzt noch am Rand, studiert noch einmal die Songtexte. Sonderapplaus gibt es für „And I‘m Telling You I‘m Not Going“ von Jennifer Hudson, von Ohnhold quasi als Arie gesungen.

Die Dance Factory ist dran. Plötzlich erstaunte Blicke. „Hören wir jetzt schon nach der dritten Wiederholung auf? Das war bisher anders“, sagt Trainerin Laura Eder-Castaneda. „Das muss ich wissen.“

Über acht Stunden werden die Songs geübt, die Dialoge und die Spielhandlung einstudiert. Die Geschichte beginnt da, wo sie im vergangenen Jahr aufhörte: Wir sind wieder in Rockville, der kleinen amerikanischen Stadt. Die Bewohner feiern ihren Sieg über den Teufel. Aber die Freude währt nicht lange. Zwietracht und Unzufriedenheit herrschen in der kleinen Bar, in der die Handlung beginnt.

Und schnell wird klar: Der Teufel hat nicht aufgegeben. Er sucht seine Chance als Chef der ominösen Plattenfirma „Machine Records“, um die Protagonisten mit Verträgen zu locken und gleichzeitig Unfrieden zu stiften.

16 Sängerinnen und Sänger, die Tänzerinnen von der Dance Factory Lachendorf, der Chor „Einklang“ aus Winsen – mit den Musikern sind rund 100 Personen auf der Bühne. Es wird also ein echter Genuss, einen Tag vor Heiligabend in der CD-Kaserne.

Und so viel verrät Bloeß schon: Im kommenden Jahr geht die Geschichte weiter. „Da verbinden wir mit der Show thematisch den Abschluss des Stadtjubiläums und des Reformations-Jahres.“ Da wird die Trilogie vollendet – und man muss kein Prophet sein, um vorauszusagen, dass am Ende das Gute gewinnen wird.