Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Celle Ortsteile Celler SPD fordert Überquerungshilfe für Schüler in Lachtehausen
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile Celler SPD fordert Überquerungshilfe für Schüler in Lachtehausen
17:18 01.04.2016
Für einen Zebrastreifen an der Bushaltestelle reichen die Querungszahlen nicht aus. Als Kompromiss bietet die SPD eine Überquerungshilfe an. Quelle: Alex Sorokin
Lachtehausen

Im Stadtrat fordert die SPD, zu prüfen, ob es möglich sei, in Lachtehausen eine Mittelinsel auf der Wittinger Straße zu bauen. „Die SPD-Stadtratsfraktion versucht derzeit einen Kompromiss zu erzielen“, erläutert Katja Hufschmidt-Bergmann ihre Anfrage. „Eine Überquerungshilfe statt eines Fußgängerüberweges könnte die Verkehrssicherheit an der Stelle erhöhen, wenn die Zahlen nach der StVO nicht ausreichen“, so der Vorschlag. Diese Variante könne aus den Erhaltungsmitteln erfolgen. „Mit der Bitte um eine Prüfung unterstützt die Fraktion den Beschluss des Ortsrates und strebt damit eine zufriedenstellende Lösung an“, hofft Hufschmidt-Bergmann.

Seit fast drei Jahren bemühen sich Eltern aus dem Neubaugebiet Schwalbenberg um einen Zebrastreifen über die Wittinger Straße auf dem Schulweg ihrer Kinder. In der Vergangenheit hatte der Ortsrat Altenhagen, Bostel, Lachtehausen mehrfach einstimmig die Einrichtung eines Fußgängerüberweges gefordert. Zuletzt erläuterte die Stadtverwaltung in einer Ortsratssitzung, dass die Querungszahlen dafür nicht ausreichen würden.

Ortsratsmitglied Wolfgang Maurer erklärt, dass es bereits im Oktober 2013 in einer Mitteilung der Verwaltung geheißen habe, dass die Querung im folgenden Jahr in Absprache mit der Landesstraßenbaubehörde eingerichtet werden könne. „Auch im Mai 2014 wurde noch die Notwendigkeit eines Zebrastreifens gesehen“, bemerkt Maurer. „Die Realisierung lasse auf sich warten und im Juli 2015 wurde mitgeteilt, dass diese aus finanziellen Gründen im selben Jahr nicht realisiert wird“. Auch hier forderte der Ortsrat einstimmig, die Zebrastreifen 2016 einzurichten. „Im November 2015 sah dann die Verkehrssicherheitskommission (VSK), dass der Fußgängerüberweg nicht notwendig sei, da es für die VSK nicht vorstellbar sei, dass die notwendigen Querungszahlen erreicht werden“, teilt Maurer mit. Er sei weiterhin der Meinung, dass für die Einrichtung des Überwegs die Sicherheit für die Anwohner des neuen Baugebietes, sowie auch für die „Alteingesessenen“ daneben, Vorrang habe und nicht von „Querungszählungen“ abhängig sein dürfe. „Anfangs war man sofort von der Notwendigkeit überzeugt. Nach langem Hinhalten ist das plötzliche Umschwenken für die Lachtehäuser nun nicht nachvollziehbar“, wundert sich Maurer.

Von Dagny Rößler