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Celle Ortsteile Celler Schüler auf Spuren der Staatssicherheit
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile Celler Schüler auf Spuren der Staatssicherheit
16:41 20.02.2012
Von Christoph Zimmer
Celle

In einem Projekt haben sich nun Schüler der 11. Jahrgangsstufe des Hermann-Billung-Gymnasiums mit dem Leben der Menschen in der DDR, der Überwachung durch die Stasi und deren Folgen beschäftigt.

Sie haben viele Akten gewälzt, die ihnen von der Bundesbehörde für Stasi-Unterlagen (BstU) zur Verfügung gestellt wurden. Dabei haben sie unter anderem erfahren, wie Jugendliche als informelle Mitarbeiter von der Staatssicherheit angeworben oder eine ganze Schulklasse nicht zum Abitur zugelassen wurde, weil sie sich gegen den Dienst in der Nationalen Volksarmee stellte. „Es ist wirklich erschreckend, wie damals gearbeitet wurde“, sagten Janna Freund und Jennifer Ritschel. Bei der Durchsicht der Unterlagen haben die beiden Schülerinnen festgestellt, „dass Druck und Erpressung nur eine kleine Auswahl der Methoden waren, mit denen die Stasi gearbeitet hat“.

Nach der Präsentation der Ergebnisse des Projekts entwickelte sich ein interessantes Gespräch zwischen den Schülern und Dr. Hans-Peter Löhn. Der Dozent für politische Bildung bei der BstU hatte in einem ausführlichen Vortrag einen Einblick in das Leben der Menschen und die Arbeit der Stasi gegeben.

In ihren Archiven bewahrt die BstU die 1990 sichergestellten Unterlagen des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR auf – mehr als 111 Kilometer Aktenmaterial und mehr als 1,4 Millionen Fotos. Sie stehen Privatpersonen, Institutionen und der Öffentlichkeit zur Verfügung.