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Celle Ortsteile Celler Schüler helfen jungen Kenianern
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile Celler Schüler helfen jungen Kenianern
14:51 04.12.2013
Von Oliver Gatz
Entführten die Zuschauer nach Afrika: die Schüler der Oberschule Celle I und des HBG.
Heese

Mit dem Kenia-Projekt setzen sich seit mehr als zehn Jahren Schüler der Oberschule Celle I (ehemals Realschule Auf der Heese) und des Hermann-Billung-Gymnasiums (HBG) dafür ein, dass Jugendliche in dem afrikanischen Land eine Zukunft haben, indem ihnen ermöglicht wird, ihre Schul- und Berufsausbildung abzuschließen. Kürzlich fand der bereits siebte Afrika-Abend statt, dieses Mal in der Oberschule Celle I. Erneut war die Pausenhalle bis auf den letzten Platz mit etwa 300 Gästen gefüllt.

Nach der Begrüßung durch die Leiter der beiden Afrika-AGs, Hannah Dumiak und Malte Lammers, sorgte die Big Band des HBG unter der Leitung von Thomas Krause sofort für Stimmung. Dabei beeindruckte Asya Pritchard, eine ehemaligen Schülerin des HBG, mit ihrem Gesang.

Anschließend entführten die Schüler die Zuschauer nach Afrika, um in einzelnen Bildern Eindrücke von diesem Erdteil zu vermitteln: Der junge Dahoma erlebt auf seiner Suche nach Zuwena, der er den von ihr vergessenen Koffer zurückbringen will, das geschäftige Treiben auf einem afrikanischen Marktplatz. Er beobachtet Tänzerinnen, Trommler und Akrobaten und begegnet schließlich den Tieren Afrikas.

Am Ende gelingt es ihm, Zuwena den Koffer zurückzugeben. Als diese ihn öffnet, symbolisieren große Seifenblasen, die aus dem Koffer zu kommen scheinen, die Träume, die wir Menschen haben. Mit der Aufforderung, „Träume nicht dein Leben, sondern lebe deinen Traum“, endet dieses afrikanische Märchen.

Dieser Appell eignet sich durchaus auch dazu, die Aktivitäten der Schüler beider Afrika-AGs zu beschreiben. Denn mit ihrem Engagement gelingt es ihnen, inzwischen 26 kenianischen Jugendlichen eine Perspektive zu vermitteln, so dass sie ihren Traum, einen Beruf zu erlernen, verwirklichen können, um sich damit eine Lebensgrundlage zu schaffen.

Abschließend stellten Antje Genzel und Martin Knipper diese vom Projekt unterstützten Jugendlichen kurz vor. Sie betonten, dass in Kenia Jugendliche zwar in einer achtjährigen Primary School kostenlos lesen und schreiben lernen würden. Allerdings blieben alle auf der Strecke, deren Eltern die Schulgebühren für den Besuch der Secondary School und eines Colleges nicht bezahlen könnten – in Kenia die einzige Möglichkeit, einen Beruf zu erlernen. Deshalb ist die Unterstützung der Jugendlichen in Kenia so notwendig.

Außerdem unterstützt das „Kenia-Projekt: Gemeinsam für Bildung“ zwei Primary Schools mit Schulbänken und Schulbüchern, damit die Kinder nicht auf der Erde sitzen oder sich zu sechst ein Buch teilen müssen.

Die Einnahmen des Abends kommen ohne jegliche Abzüge den Jugendlichen in Kenia zugute. Wer an weiteren Informationen zum Projekt interessiert ist, kann sich an die Initiatoren, Antje Genzel und Martin Knipper, wenden: antje.genzel@gmx.de.