Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Celle Ortsteile Celler Schulplanung: Unwägbar ist der Elternwille
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile Celler Schulplanung: Unwägbar ist der Elternwille
18:47 20.06.2018
Von Gunther Meinrenken
Quelle: Oliver Knoblich
Celle

Wiswe begründete sein Vorgehen damit, "dass die Eltern und die Gymnasien möglichst schnell Sicherheit" gebraucht hätten. Wegen der Raumsituation am HBG seien dort, im Gegensatz zur Einschätzung des Schulleiters Mirko Truscelli, keine fünf Züge möglich gewesen. Die Gründe: Durch die Wiedereinführung des Abiturs nach 13 Jahren müsste dort ein zusätzlicher Jahrgang untergebracht werden, außerdem stünde eine Sanierung der naturwissenschaftlichen Räume an.

Der Landrat merkte an, dass die Fünfzügigkeit für das HBG für das laufende Schuljahr eine Ausnahme gewesen sei. Dies sei, so seine Annahme, im vergangenen Jahr auch Konsens in der Politik gewesen. "Man kann mir vorwerfen, dass ich einen Schulausschuss hätte einberufen können. Aber ich dachte, dass noch das gilt, was ein Jahr zuvor vereinbart worden ist", so Wiswe.

In der Debatte zeigte sich schnell, was das größte Problem einer gerechten Planung ist: Der Elternwille ist unwägbar. Die Beliebtheit der Celler Gymnasien unter Eltern und Schülern schwankt, mal lag das Ernestinum in der Gunst vorne, dann mal das Kaiserin-Auguste-Viktoria-Gymnasium, aktuell eben das HBG. So mahnte auch Hubertus Bühmann (CDU) an: "Wir können nicht ein Gymnasium auf sieben bis acht Züge ausbauen und in ein paar Jahren gibt es nur noch den Bedarf für vier Züge. Deshalb müssen wir die Schulen möglichst gleichrangig halten."

Die SPD vermisst dennoch eine strukturierte Schulentwicklungsplanung. "Seit zwei drei Jahren gibt es einen Trend hin zum HBG und weg vom Ernestinum", bemerkte SPD-Fraktionsvorsitzender Mathias Pauls und deutete an, dass der Landkreis den Ansturm aufs HBG hätte besser vorbereiten können. Außerdem: "Wir müssen die Kapazitäten an der IGS und den Gymnasien bedarfsgerecht entwickeln."

Einen anderen Aspekt brachte Ronald Bahr, Vorsitzender des Kreiselternrats, in die Debatte ein. "Zum ersten Mal haben wir mehr Anmeldungen an den Gymnasien als an den Oberschulen. Wir müssen die Oberschulen stärken, um die Gymnasien zu entlasten." Außerdem regte Bahr an, das Anmeldeverfahren mit einer Erst- und Zweitwahl zu modifizieren. In Hannover würde dies bereits praktiziert. Jens-Christoph Brockmann (AfD) schlug vor, die Plätze nach den Leistungen der Schüler zu vergeben.

Während Marlies Petersen (Grüne) befürchtet, dass im kommenden Jahr die gleichen Probleme auftreten werden, versprach Wiswe, im Schulausschuss nach den Ferien Lösungsvorschläge zu präsentieren. "Wir müssen überlegen, wie wir mit den gymnasialen Angeboten umgehen wollen. Neue Räume müssen natürlich dort entstehen, wo sie auch gebraucht werden." Am 4. September wolle er "etwas auf den Tisch packen".

Das Krähen des Hahnes rundete am Sonntag beim Blick auf die Vorderansicht des Hofes Leiffer die Bauernhofidylle ab. Lediglich die Hüpfburg ließ erahnen, dass am Tag des offenen Hofes alles anders war als üblicherweise. Menschenmassen strömten vom Start an zum rückwärtigen Teil des Geländes, der Parkplatz war bereits zum Zeitpunkt des Gottesdienstes mit Autos übersät. Aber auch ohne einen Ausnahmezustand wie diesen hat ein zeitgemäßer konventioneller landwirtschaftlicher Betrieb mit den Vorstellungen mancher Stadtbewohner nicht mehr viel gemein.

17.06.2018

Susanne McDowell hat es getestet. Ein Jahr lang hat die Kulturdezernentin auch noch das Ressort Bildung, Jugend, Integration und Bürgerservice geleitet, nachdem die Stadt Celle die Suche nach einem Nachfolger für den ehemaligen Sozialdezernenten Stephan Kassel (SPD) ausgesetzt hatte. Das Fazit von Kämmerer und Erstem Stadtrat Thomas Bertram fällt positiv aus. "Es ist machbar", stellte Bertram jetzt im jüngsten Ausschuss für Finanzen, Personal und Verwaltungsmodernisierung fest.

Gunther Meinrenken 15.06.2018

Drei Bühnen und ein Programm, das für jeden Besucher etwas zu bieten hat. Das versprechen die Macher des Celler Stadtfestes, welches am Freitag und Samstag, 14. und 15. September, im Schlosspark, auf der Stechbahn und am Markt stattfindet. Mit dabei ist „ThePetebox“, bürgerlich Peter Sampson, ist ein aus England stammender Loop-Pedal Beatboxer, dessen einzigartige Liveshows rund um den Globus Menschen in seinen Bann zieht.

15.06.2018