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Celle Ortsteile Celler setzt Großvater Denkmal in Buchform
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile Celler setzt Großvater Denkmal in Buchform
16:25 18.12.2017
Von Andreas Babel
Quelle: David Borghoff
Celle

Der Autor ist Bauingenieur und Enkelsohn des Gründers und langjährigen Vorsitzenden der Ausstellung, dem er mit diesem Buch ein Denkmal setzt. Das hat der promovierte Albert Müller durch die gigantischen Hallen auch schon selbst getan, doch die Leipziger Ausstellung von heute hat natürlich mit dem Bild, die sie in Müllers Todesjahr 1966 abgab, nicht mehr viel zu tun. In über 41 Baumessen hat Albert Müller ein Vierteljahrhundert lang die Leipziger Baumesse zu der seinen gemacht. Der Leipziger trat als zwölftes Kind in die Fußstapfen seines Vaters, des Baumeisters F. A. Müller.

Albert Müller war ein gläubiger Mann, der aus seinem Glauben Beruhigung und neue Kraft schöpfte. „Von seiner Leipziger Baumesse war er im wahrsten Sinne des Wortes besessen, nichts konnte ihn dabei aus der Bahn werfen“, schreibt sein Enkel. „Erst schauen dann bauen“, war eines seiner Mottos. Der Zweite Weltkrieg beendete diese Tätigkeit des 1877 Geborenen. Am Rande erwähnt der Autor den Architekten Otto Haesler, der viele wegweisende Bauten in Celle verwirklicht hat, sowie die Celler Firma Haacke (Wärmeschutzmasse und Korksteinfabriken).

Heute hat die „Bau München“ der Leipziger Baumesse den Rang abgelaufen. Warum die „auch sehr ehrenamtliche Arbeit“ von Albert Müller für die „Große Technische und Baumesse“ in Leipzig in Vergessenheit geraten ist, dafür hat der Autor keine Erklärung und naturgemäß auch kein Verständnis. Doch durch dieses Buch hat er den verdienten Bauplaner dem Vergessen entrissen.