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Celle Ortsteile Celler zahlen weniger Abwassergebühren
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile Celler zahlen weniger Abwassergebühren
18:45 05.10.2017
Von Gunther Meinrenken
Quelle: Karl-Josef Hildenbrand
Celle

Gute Nachrichten für die Celler. Sie werden ab dem kommenden Jahr weniger für die Abwasserbeseitigung zahlen müssen. Das kündigte Michael Martin, Betriebsleiter der Stadtentwässerung, bei der jüngsten Sitzung des Betriebsausschusses an. Statt wie bisher 2,83 pro Kubikmeter werden ab 2018 nur noch 2,60 Euro pro Kubikmeter fällig. Martin teilte mit, dass man sich bei der Stadtentwässerung bemühen werde, die Gebühr möglichst lange stabil zu halten. Für 2019 sprach er von einer positiven Tendenz.

Hauptgrund für die Gebührensenkung ist, dass der Frischwasserverbrauch 2015 erstmalig wieder gestiegen ist. "Dieser Trend hat sich im vergangenen Jahr bestätigt. Für dieses Jahr und für 2018 erwarten wir einen stabilen Verbrauch", so der Betriebsleiter Stadtentwässerung. Hauptgrund für den höheren Verbrauch und die daraus resultierenden Mehreinnahmen ist ein leichter Bevölkerungsanstieg durch vor allem zugezogene Flüchtlinge.

Hintergrund: Das zu Hause verbrauchte Trinkwasser oder Frischwasser wird den Cellern 1:1 als Abwasser in Rechnung gestellt. Bei einem geringen Verbrauch in der gesamten Stadt bleiben die Kosten für die Unterhaltung des Netzes beim Klärwerk die gleichen oder steigen sogar leicht, weil mehr Rohrspülungen notwendig werden. Wird mehr Trinkwasser verbraucht, steigen nicht nur die Einnahmen, sondern auch die Unterhaltungskosten gehen im Verhältnis zum Verbrauch leicht zurück. Im Ergebnis können die Gebühren gesenkt werden.

So hat die Stadtentwässerung 2015 sogar ein Plus von etwa 378.000 Euro erwirtschaftet. 2016 waren es sogar 880.000 Euro. Diese Beträge werden nun in der Kalkulation für 2018 und 2019 eingerechnet, so dass für die Celler unterm Strich eine geringere Gebühr herauskommt.

Die bei der Einführung in der Bevölkerung umstrittene Niederschlagswassergebühr wird 2018 unverändert bei 0,67 Euro pro Quadratmeter liegen. Unter anderem war eine Überdeckung von etwa 200.000 Euro in die Kalkulation eingerechnet worden. Zu Beginn des Jahres war die Regenwassergebühr um neun Cent abgesenkt worden. Martin geht davon aus, dass es erst einmal nicht zu einer Erhöhung kommen dürfte.

"Wir haben noch immer 6500 Objekte nicht erfasst", sagt Martin. Bis Ende des Jahres werden diese Grundstücke von Mitarbeitern der Stadtentwässerung in Augenschein genommen und die Eigentümer rückwirkend zur Kasse gebeten. "Nach unseren bisherigen Erfahrungen gehen wir davon aus, dass etwa 20 Prozent dieser Objekte gebührenpflichtig sind. Wir werden also weitere Einnahmen bekommen", erklärt Martin.