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Celle Ortsteile Cellerinnen im Tauschrausch
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile Cellerinnen im Tauschrausch
16:25 22.04.2018
Quelle: David Borghoff
Celle

„Schrank ausräumen, Sachen weitergeben – und sich dann selbst etwas Gebrauchtes aussuchen.“ Besucherin Sieglind Nitsch bringt das Konzept des Tauschrausches auf den Punkt. „Ich habe durch eine Kollegin davon gehört“, erzählt sie, „und finde das ganz toll.“ Etwas Schickes entdeckt hat Nitsch auch schon: „Die hier“, sagt sie, und hält stolz eine Damenjacke hoch.

Seit 2016 gibt es „Tauschrausch“, den Kostenlosflohmarkt in der Paulus-Gemeinde – wer mag, kann dort zweimal im Jahr ungeliebte, zu kleine oder auch zu groß gewordene Kleidungsstücke spenden und sich im Gegenzug kostenlos etwas Neues nehmen. „Gebracht werden können auch Spielzeug, Bücher, Dekoartikel oder Haushaltswaren“, erklärt Sabine Richter-Zeck, Ideengeberin und Organisatorin vom Paulus-Familienzentrum. Bereits als Studentin hatte sie regelmäßig mit anderen jungen Müttern Kinderkleidung getauscht: „Wir haben einfach alles zusammen auf einen Haufen geworfen, und jeder hat sich das Passende rausgesucht“, verrät sie. „Und als ich in der Paulus-Gemeinde angefangen habe, habe ich mich gefragt: Warum nicht im größeren Stil – und warum nicht auch hier?“

„Alles auf einen Haufen geworfen“ wird allerdings längst nichts mehr – der Tauschrausch im Gemeindezentrum in der Rostocker Straße ist von den mittlerweile 70 Helfern perfekt organisiert. Tische und Kleiderständer biegen sich unter der Fülle von Hosen, Röcken, T-Shirts & Co – alles übersichtlich gestapelt und mit Größenangaben versehen. „Ob das wohl passt?“, murmelt eine Mutter und betastet prüfend einen Kinderpullover. Auf der anderen Seite des Raumes sind ein paar Kinder in die lange Reihe von Puzzles und Gesellschaftsspielen vertieft, die unter dem Fenster aufgebaut ist.

„Dass man hier die Möglichkeit hat, Dinge nicht einfach wegschmeißen zu müssen, sondern sie an andere weitergeben zu können, und dadurch eben auch wertzuschätzen, finde ich sehr gut“, betont Besucherin Martina Hessler, die gerade mit einer Sommerbluse liebäugelt. „Man hat eh zu viele Klamotten im Schrank“, meint die 17-jährige Johanna Rietze, „da finde ich es besser, hier zu tauschen, anstatt in den Laden zu gehen und sich neue zu kaufen. Die werden dann sowieso nur wieder weggeschmissen.“

Etwa 30.000 Teile werden durchschnittlich beim Tauschrausch abgegeben: Wer am Tag vorher Sachen gebracht hat, bekommt Eintrittskarten für sich und seine Lieben – dann, und nur dann, darf er hinein und im Paulus-Gemeindezentrum nach Herzenslust in der Second-Hand-Ware stöbern. „Dieses Jahr haben wir 400 Eintrittskarten ausgeben“, berichtet Richter-Zeck. „Wir legen im Lauf des Tages aber auch immer wieder Teile nach, damit für alle genug da ist.“ Was übrig bleibt, wird gespendet – an die sozialen Projekte im Stadtteil, wie Fairkaufhaus, KolpingTEX oder Neufundland.

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