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Celle Ortsteile "Das ist nicht zumutbar"
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile "Das ist nicht zumutbar"
17:11 22.02.2012
Von Oliver Gatz
Altenhagen

Die geplanten Einschränkungen im Fahrplan des Nahverkehrsunternehmens CeBus haben am Dienstag für Unmut im Ortsrat Altenhagen, Bostel und Lachtehausen gesorgt. CeBus-Geschäftsführer Jan Behrendt informierte die Anwesenden - darunter rund 20 Zuhörer - über die vorgesehenen Änderungen. Sie führen dazu, dass einige Haltestellen in Zukunft nicht mehr angefahren werden. „Das ist nicht zumutbar", schimpfte ein Anwohner. Auch Ortsbürgermeisterin Gertrud Hachmöller (CDU) will die Einschränkungen nicht hinnehmen: „Das können wir so nicht akzeptieren", sagte sie. „Da muss die Stadt Geld in die Hand nehmen."

Unter anderem sollen die Haltestellen Dorf und Fasanenweg in Altenhagen gestrichen werden. Die Haltestellen Feuerwehrhaus in Altenhagen sowie Bostel und der Ostteil von Garßen sollen nur noch im Zweistundentakt von der Linie 8-35 (Eschede) bedient werden. Durch Lachtehausen hingegen soll künftig stündlich die Linie 2 auf ihrem Weg nach Lachendorf fahren. Hintergrund ist die fehlende Akzeptanz des Angebots. Zu wenige Menschen nutzen in den drei Ortsteilen den Bus. Das ist für die CeBus unwirtschaftlich.

„Der Anreiz, sollte sein, die bestehenden Fahrgäste zu halten", sagte Annegret Pfützner (Grüne). „Wenn kein Angebot mehr vorhanden ist, suchen die Menschen andere Möglichkeiten. Dann sind diese Fahrgäste verloren." Pfützner regte an, den öffentlichen Personennahverkehr in die Schülerbeförderung einzubinden, um den Status Quo zu halten.

Als mögliche Lösung wurde über Anruf-Busse diskutiert. Behrendt äußerte sich zurückhaltend zu dem Vorschlag. „Wir überfrachten uns damit. Bis zu einem gewissen Maße können wir den ÖPNV leisten. Aber es gibt Grenzen." Allerdings bietet die CeBus bereits im Landkreis solche Anruf-Linienfahrten mit Kleinbussen an. Behrendt empfahl den Anwesenden, sich mit diesem Wunsch an die Stadt zu wenden. "Wir brauchen konkret die Wünsche der Politik. Uns muss gesagt werden, wie das funktionieren soll", sagte er.

Gestern trafen CeBus-Verantwortliche mit Vertretern des Landkreises zusammen. Konkretes kam dabei nicht heraus. „Wir sind zur Zeit in einem Nebelfeld, wo wir ausloten, wo wir hinwollen und was möglich ist", sagte Reinhald Toboll von der Kreisverwaltung. Zusätzliche Wunschleistungen im Stadtgebiet müsste die Stadt tragen – nach dem Motto: Wer die Musik bestellt, muss sie auch bezahlen.