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Celle Ortsteile Dauer-Sonderangebot "Kolkwiesen"
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile Dauer-Sonderangebot "Kolkwiesen"
15:13 30.12.2013
Von Michael Ende
Im Gewerbegebiet "Kolkwiesen" in Wietzenbruch übernimmt die Stadt Celle auch weiterhin den „Naturschutzbeitrag“ für Investoren: Das macht einen Bonus von 4,59 Euro pro Quadratmeter aus. Quelle: Peter Müller (Archiv)
Celle

Nach Jahren des Stillstands kommt der Grundstücksverkauf im Wietzenbrucher Gewerbegebiet „Kolkwiesen“ langsam in Schwung: So wurden im Jahr 2013 sechs Grundstückskaufverträge geschlossen, darunter befinden sich vier Erweiterungen und zwei Neuansiedlungen. Dabei wurden Einnahmen von rund 230.000 Euro erzielt. Die selbe Summe soll in den nächsten Monaten durch den Verkauf weiterer Grundstücke eingenommen werden. „Der Verkauf zieht jetzt endlich gut an“, meinte Celles Erste Stadträtin Susanne Schmitt und empfahl sowohl dem Wirtschaftsförderungsausschuss als auch dem Stadtrat, weiterhin durch einen Bonus zu fördern, der andernfalls im April 2014 ausgelaufen wäre. Beide Gremien haben dem zugestimmt.

Was die „Kolkwiesen“ für Investoren unter anderem attraktiv macht, ist die Befreiung der Gewerbetreibenden von der Kostenerstattungspflicht für Ausgleichsmaßnahmen. Dieser ausgesetzte „Naturschutzbeitrag“ beträgt für das Gewerbegebiet Wietzenbruch 4,59 Euro pro Quadratmeter. „Insbesondere für Existenzgründer und kleinere Unternehmen, die neu investieren wollen, ist eine Preisdifferenz von 4,59 Euro ein nicht unerheblicher Faktor im Hinblick auf eine Ansiedlungsentscheidung“, so Schmitt.

Aus Sicht der Verwaltung wäre eine Erhöhung der Grundstückskosten, die mit der Wiedererhebung des Naturschutzbeitrages einhergehen würde, ein falsches Signal an die Gewerbetreibenden: „Es ist zu befürchten, dass bei einer Kostensteigerung von derzeit 18,50 Euro pro Quadratmeter auf 23,09 Euro pro Quadratmeter die Nachfrage deutlich zurückgehen würde.“ Beim Verkauf einer 3000 Quadratmeter großen Fläche vereinnahmt die Stadt Celle einen reinen Grundstückspreis von 42.000 Euro, Erschließungs- und Abwasserbeitrag ergeben zusammen 13.500 Euro, der Abwasserkontrollschacht wird mit 2.200 Euro berechnet. Dies ergibt eine Gesamteinnahme von 57.700 Euro. Nicht vereinnahmt wird der Naturschutzbeitrag in Höhe von 13.770 Euro. Dieser Verlust rechne sich durchaus, so Schmitt: "Sollte die 3000 Quadratmeter große Fläche aufgrund ungünstigerer Konditionen nicht verkauft werden können, würden weder die Einnahme von 57.700 Euro noch der Naturschutzbeitrag von 13.770 Euro erzielt."

In den „Kolkwiesen“ ist genügend Platz: Hier stehen von insgesamt 34 Hektar Investoren noch rund 25 Hektar zur Verfügung.

Michael Ende