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Celle Ortsteile Die Keltics: Von Dohnsen auf die großen Bühnen
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile Die Keltics: Von Dohnsen auf die großen Bühnen
17:29 03.01.2014
Von Jürgen Poestges
Thys Bouma, Leadsänger der Irish-Folk-Rock-Band „The Keltics“, zeigt die neue Live-DVD Quelle: Udo Genth
Celle

Thys Bouma, vor 20 Jahren haben Sie ja sicherlich noch nicht daran gedacht, dass Sie einmal den 20. Geburtstag der Band feiern können.

Nein, als wir uns damals in einer Scheune in Dohnsen zum ersten Mal zur Probe getroffen haben, da haben wir das aus Spaß an der Musik gemacht. Da war auch noch nicht die Rede von den „Keltics“. Wir haben eher normale Tanzmusik gespielt. Danach hießen wir erst einmal „Shamrock“, bevor wir zu den „Keltics“ wurden. Und diese Scheune gibt es übrigens heute noch. Wir sind dann aber umgezogen, weil es dort im Winter richtig kalt wurde. Es gab nur einen Ölofen, für den wir immer Brennstoff besorgen mussten. Jetzt proben wir in einem Kellerraum vom Schwimmbad in Bergen.

Wann haben Sie denn mit der irischen Musik begonnen?

Im Jahr 1990 sind wir nach Irland gefahren und haben uns dort Noten besorgt. Damals gab es ja noch nicht die Möglichkeit, so etwas aus dem Internet herunter zu laden. Da mussten wir schon die Reise unternehmen. Und dann haben wir geübt und geübt, und die Musik wurde dann ein großer Teil unseres Lebens. Eigentlich sind wir eher schüchtern, auf der Bühne drehen wir alle ein wenig ab.

Was macht die Musik aus?

Es ist einfach die Lebensfreude, die da heraus sprüht. Wenn man diese Musik hört, kann man gar keine schlechte Laune haben. Am meisten beeinflusst hat uns sicher Ronnie Bromhead, der in den Anfängen Dudelsack gespielt hat. Durch seine Kontakte haben wir auch das Konzert gespielt, das am weitesten von Celle entfernt war: in Singapur. Da hatte er geschäftliche Verbindungen und wir sind für zwei Wochen dorthin gefahren. Das war ein Erlebnis.

Wer ist denn von den Gründungsmitgliedern noch dabei?

Eigentlich nur noch Gitarrist Matthias „Matze“ Menke und ich. Es ist ja normal, dass sich im Laufe der Zeit die Besetzung ändert, allerdings sind wir schon immer sieben Musiker gewesen. Das bleibt auch so. Wir sind eben nicht nur Musiker, sondern haben unsere Berufe. Da wechselt dann für den ein oder anderen schon einmal die Priorität. Wir haben 1998 mal eine Pause eingelegt. In dieser Zeit haben wir jährlich an die 50 Konzerte gespielt. Das war einfach zu viel.

Was erwartet denn die Fans beim Jubiläumskonzert am 4. Januar in der CD-Kaserne?

Es wird ein Wiedersehen mit einigen alten Bekannten geben. Ehemalige Bandmitglieder werden bei einigen älteren Liedern wieder mit auf der Bühne stehen. Die Proben mit ihnen haben riesigen Spaß gemacht, sie hatten die alten Lieder eigentlich alle noch drauf. Unsere Fans sollten uns auf unserer Internetseite ihre Wunschsongs mitteilen. Daraus haben wir das Programm für die CD-Kaserne zusammengestellt.

In diesem Jahr spielen die „Keltics“ am Nachmittag speziell für Kinder. Wie kam es dazu?

Wir wollen das einfach einmal ausprobieren. Es kamen zahlreiche Anfragen von den Fans, ob wir nicht auch einmal für ihre Kinder ein Konzert spielen können, weil die auch große Fans sind. Wir starten jetzt in der CD-Kaserne um 16 Uhr und spielen rund 45 Minuten. Wir sind gespannt, wie es ankommt. Danach wollen wir den Kindern gerne auch noch für Fragen zur Verfügung stehen.