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Celle Ortsteile "Ein echter Glücksfall für mich"
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile "Ein echter Glücksfall für mich"
16:38 03.02.2012
Von Christoph Zimmer
neuer PI-Chef Eckart Pfeiffer Quelle: Peter M¸ller
Celle

Eine große Pflanze fehlt ihm noch in seinem neuen Büro in der Jägerstraße, das Namensschild an der Tür auch. Eckart Pfeiffer will auch den Schreibtisch am Wochenende von der einen in die andere Ecke schieben, dann blickt der neue Celler Polizeidirektor von seinem Arbeitsplatz in der fünften Etage aus nicht mehr auf die Straße, sondern auf das Landgestüt, das ganz in weiß getaucht ist. „Eine einmalige Aussicht“, sagt Pfeiffer, der am Mittwoch die Nachfolge von Stefan Sengel angetreten hat, der die Nachfolge von Pfeiffer bei der Polizeiinspektion in Soltau-Fallingbostel angetreten hat. Kurzfristig hatte die Polizeidirektion Lüneburg dem Wechselwunsch der beiden entsprochen. „Das war ein echter Glücksfall für mich“, sagt Pfeiffer, der mit seiner Familie fest in der Residenzstadt verwurzelt ist. Für ihn schließt sich der Kreis.

Auf den Fluren sieht er viele bekannte Gesichter. Von seiner Sekretärin wurde er mit Bienenstich und Zuckerkuchen empfangen. Er kennt die Dienststelle und die Stadt, aber er war sechs Jahre nicht hier, „da kann sich viel verändern“, sagt Pfeiffer. Er will erst einmal ankommen, viele Gespräche führen und sich „ein konkretes Bild von seiner neuen Aufgabe verschaffen“. Von 2001 bis 2004 hat er das Celler Polizeikommissariat geleitet, 2006 hat er für die Lüneburger Polizeidirektion die Castortransporte vorbereitet, ehe im Dezember 2006 der Posten des Polizeidirektors in Soltau frei wurde. Es war die berufliche Perspektive, die ihn gereizt hat. Es ist die Nähe zu seiner Familie und das spannende, vertraute Umfeld, dass ihn nun an Celle gereizt hat. Und die Aussicht, künftig nicht mehr eine Stunde mit dem Auto zur Arbeit fahren zu müssen, sondern nur noch eine knappe Viertelstunde mit dem Fahrrad.

Pfeiffer will mit einem „kooperativen Führungsstil und sehr viel Kommunikation“ atmosphärischen Störungen vorbeugen, die unter seinem Vorvorgänger Gerd Schomburg beklagt wurden. „Es geht nur mit Vertrauen und Transparenz.“ In ihrer Personalstärke sei die Polizei gut aufgestellt. Auch das in Bezug auf den Castortransport aufgetretene Problem mit den Überstunden sei eigentlich keines mehr, da sie finanziell abgegolten werden können. „In Celle“, sagt Pfeiffer, „haben viele Beamte davon Gebrauch gemacht.“

Er weiß um die immer wieder auftretenden Probleme mit Rechtsextremismus in der Region. „Die Gefahren von rechts haben wir hier schon immer sehr, sehr ernst genommen“, sagt Pfeiffer. Eine aktuelle Gefahrenlage könne er im Moment nicht erkennen. Er hofft, dass der rechtsextreme Terror, den die Zwickauer Zelle verbreitet hat, „die Menschen sensibilisiert und viele, die mit diesem Gedankengut sympathisiert haben, abgeschreckt hat“.