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Celle Ortsteile Eine Runde im Fahrschulbus in Celle
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile Eine Runde im Fahrschulbus in Celle
18:13 12.04.2018
Quelle: Lea Kraft
Celle

Jeder der 33 Besucher (es kamen nämlich nicht nur Frauen) darf sich einmal hinter das Steuer eines Reisebusses setzen und unter Aufsicht von Fahrlehrer Tim Söhneholz eine Runde um den Parkplatz drehen. 22 trauten sich. „Ich wollte das schon immer mal machen“, erzählt Michell Knight, eine der Teilnehmerinnen, begeistert. „Ich liebe es einfach, große Wagen zu fahren.“ Von Nervosität keine Spur. Selbstbewusst steigt die gelernte Kosmetikerin durch die Vordertür in den Fahrschulbus. Endlich ist sie an der Reihe. Noch eine kurze Einweisung des Fahrlehrers und dann geht es auch schon los. Ohne große Schwierigkeiten lenkt Knight den Bus einmal über den Parkplatz und bringt ihn schließlich vor den anderen Teilnehmerinnen wieder zum Stehen.

Zu den häufigsten Fragen der Besucher gehörten solche:„Was kann ich als Busfahrerin verdienen?“, „Wie sind die Arbeitszeiten?“ und „Gibt es eine vorgeschriebene Kleiderordnung?“ Zum Verdienst wurde nicht Klares gesagt, aber dass Schichtsystem und variable Dienstkleidung Pflicht sind, das schon.

Aber auch die Frage nach der Finanzierung des Führerscheins ist immer wieder zu hören. Dyana Mieske, Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt vom Jobcenter im Landkreis Celle, erklärt: „Wir haben hier die Chance, Qualifikationen zu fördern. Und dazu kann in bestimmten Fällen auch der Führerschein gehören. Kunden mit Leistungsbezug können sich an uns wenden, aber letztendlich ist das auch immer eine individuelle Entscheidung.“ Wichtig sei beispielsweise, dass der Arbeitgeber auch Interesse habe, die betreffende Person einzustellen. Außerdem spielten Faktoren wie Alter und Gesundheit eine Rolle. „Wir können also nicht pauschal sagen: ‚ja, wir bezahlen‘ oder ‚nein, wir bezahlen nicht‘. Das muss immer von Fall zu Fall entschieden werden.“

Trotz dieser unsicheren Auskunft sind viele der Besucher des Schnuppertags am Beruf des Busfahrers interessiert. „Ich habe mir tatsächlich schon immer gewünscht, einmal einen Bus zu lenken“, gibt Carmen Nitsche zu. Sie war die Erste, die Dienstag eine Runde mit dem Reisebus drehen durfte. „Die weiche Fahrweise hat mir gut gefallen. Und mit den Anweisungen vom Fahrlehrer war es gar nicht so schwer.“ Die kurze Probefahrt habe ihr Lust gemacht auf mehr. „Eigentlich arbeite ich ja als Physiotherapeutin“, so Nitsche, „aber man weiß ja nie, wie lange die Hände noch gesund sind. Es ist gut, schon ein paar Alternativen zu kennen.“

Auch Michell Knight stört es nicht, dass sie eigentlich etwas gänzlich anderes gelernt hatte. „Kosmetikerin und Busfahren, das sind zwei ganz verschiedene Welten. Aber die Probefahrt hat mir gut gefallen, das ist genau mein Ding.“

„Gerade für Frauen ist dieser Beruf sehr geeignet“, motiviert auch Dyana Mieske die Interessentinnen. Die flexiblen Arbeitszeiten würden es einfacher machen, Kinder und Beruf miteinander zu vereinbaren.

Also alles perfekt beim Busfahren? Nicht ganz, wie Wolfgang Krug von der Fahrschule Krug erklärt: „Als Busfahrer hat man natürlich viel mehr Verantwortung als beim Autofahren.“ Aber das sei noch nicht alles. „Die Aggressivität gegenüber Lkw-und Busfahrern ist das größte Problem. Es gibt immer mehr Verkehrsteilnehmer, aber nicht mehr Straßen. Und jeder will der Erste sein.“ Dessen müsse man sich bewusst sein, bevor man mit dem Führerschein beginnt.

Der Schnuppertag war nach Meinung der Verantwortlichen ein voller Erfolg. 16 Interessierte haben sich an diesem Tag beim Busunternehmen für ein Praktikum beworben. Diese Zahl ist ein Beleg dafür, dass Michell Knight nicht die Einzige war, die sagen konnte: „Das würde ich gerne machen.“

Von Lea Kraft

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