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Celle Ortsteile Erste "SchutzCelle" in Garßen eröffnet
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile Erste "SchutzCelle" in Garßen eröffnet
19:47 11.04.2016
Quelle: Alex Sorokin
Garßen

Die schüchterne Sarah hat ihr Handy verloren und kann deshalb einen wichtigen Rückruf nicht erledigen. Sie weint bitterlich, als sie bei der nächsten „SchutzCelle“ vor der Tür steht. Dort wird Kindern wie Sarah in Notsituationen unbürokratisch weitergeholfen.

In Neustadt/Heese hat sich das Kinderschutzprojekt „SchutzCelle – Hilfe für Kinder“ bereits etabliert, nun wird es auch in anderen Stadtteilen installiert. In Garßen wurde kürzlich die erste „SchutzCelle“ in Celles Norden feierlich eröffnet. Die DEVK-Generalvertretung von Susan Hegewald, Riethkamp 2 A, fungiert jetzt als örtliche Anlaufstelle für Hilfe suchende Kinder. Ortsbürgermeister Andreas Reimchen brachte der neuen Projektpartnerin zur Premiere Blumen mit. Projektleiterin Isabell Karl vom Stadtteilbüro Nord („mum 36“ in Vorwerk) drapierte den orangefarbenen Projekt-Aufkleber an der Eingangstür des Ladenlokals.

Hegewald hat ihr Versicherungsbüro erst seit Kurzem in Garßen. Sie ist selbst Mutter und weiß nur zu gut, wie wichtig solche „Rettungsinseln“ im Alltag von Kindern sind. Deshalb musste sie auch nicht lange überlegen, als für Garßen „SchutzCellen“ gesucht wurden. Eine Vielzahl solcher Einrichtungen, über das gesamte Stadtgebiet verteilt, soll ein deutlich kinderfreundlicheres Klima schaffen. Ein Klima, in dem Hilfe und Unterstützung für die Kleinsten wieder ganz selbstverständlich und aktiv gelebt werden. Die Initiatoren wollen jetzt zunächst in Garßen, Groß Hehlen und Vorwerk weitere „SchutzCellen“ aufbauen.

Als „SchutzCelle“ können Einzelhandelsgeschäfte, Tankstellen, Apotheken, Praxen, andere Gewerbetreibende, öffentliche Einrichtungen und Institutionen fungieren. Ohne deren Mitwirkung funktioniert das Projekt nämlich nicht. Und darum kommt jetzt noch sehr viel Überzeugungsarbeit auf die Verantwortlichen zu. Was Garßen anbelangt, ist Reimchen ziemlich optimistisch: „Kinder- und Jugendschutz ist für mich eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Da hilft doch jeder gerne mit, oder?“. Seine Kollegen aus Vorwerk und Groß Hehlen (inklusive Scheuen und Hustedt) gehören ebenfalls zur neu gegründeten Arbeitsgruppe „SchutzCelle Nord“, die das Vorhaben hier vorantreiben möchte. Koordiniert wird das Projekt vom Stadtteilbüro Nord („mum36“) in Vorwerk. Mehr Infos unter Telefon (05141) 35025 oder per E-Mail an vorwerk.celle@vse-im-netz.de.

Von Dagny Rößler