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Celle Ortsteile Eversen zeigt sich von seiner schönsten Seite (mit Video und Bildergalerie)
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile Eversen zeigt sich von seiner schönsten Seite (mit Video und Bildergalerie)
20:12 19.08.2018
Von Simon Ziegler
Quelle: Oliver Knoblich
Eversen

Die Organisatoren vom Heidjerfest-Team um Jens Stratmann, Björn Frieling und Ros-Marie Siemsglüß hatten ein enormes und abwechslungsreiches Programm auf die Beine gestellt. Über 100 Stände waren aufgebaut, die Everser Vereine präsentierten sich, es gab jede Menge Musik. „Wir haben die Straße bewusst nicht als reine Verkaufsmeile konzipiert, wir wollten eine gesunde Mischung“, sagte Siemsglüß. Das ist mehr als gelungen: Feuerspucker traten auf, die Grundschule stellte eine XXL-Tombola auf die Beine, Drehorgelspieler Jürgen Rätz musizierte am Straßenrand, von einer Hebebühne konnte man über das Festtreiben aus der Luft blicken.

Wo soll man bei den vielen Höhepunkten des Heidjerfestes beginnen? Vielleicht bei Marcel Engwer von der AG „Flößer und Holzleute“. Er und seine Männer hatten am Mühlenteich einen historischen Sägestand aufgebaut, um Fachwerkbalken und Bretter zuzuschneiden. Mit Pferden und Manneskraft zeigten sie, wie im 17. Jahrhundert auf dem Dorf das „Sägewerk des kleinen Mannes“ funktionierte.

Oder bei Friedrich Lange aus der Nähe von Soltau. Der Freizeit-Lokomotivführer hat eine Dampflokomotive im kleinen Format gebaut. In einer Seitenstraße der Festmeile legte er Schienen aus. Und fuhr den ganzen Tag über Kinder mit seiner kleinen Dampfmaschine. Zum Start ertönte ein Pfiff, dann ging es mit der Spitzengeschwindigkeit von vier Stundenkilometern los.

Bei den Besuchern – es kamen Tausende – kam das Straßenfest bestens an. Aus dem Emsland waren Annemarie und Heinz Koop angereist, der Schwiegersohn kommt ursprünglich aus Eversen. „Ein tolles Fest“, sagte Annemarie Koop am Nachmittag, „wir bleiben noch ein paar Stunden“. Die vierfache Mutter Saskia Schwesig aus Dorfmark freute sich über die vielen Angebote für den Nachwuchs – vom Karussell über Glitzer-Tattoos bis hin zu den Floßfahrten. „Und jetzt gehen wir noch Crepes essen“, sagte sie.

Immer wieder war zu hören, dass Eversen es richtig mache, das Heidjerfest nur alle drei Jahre auf die Beine zu stellen. „Der Rhythmus ist ungewöhnlich, aber er ist gut“, urteilte zum Beispiel Landrat Klaus Wiswe, der gemeinsam mit Bürgermeistern und Politikern den Ministerpräsidenten begrüßte. „Wenn man so etwas jedes Jahr machen würde, verliert es vielleicht seinen Reiz“, so Wiswe.

Henning Otte brachte das Fest vor seiner Haustür auf einen einfachen Nenner: „Hier wird in schönster Weise Heimat präsentiert, sowohl das Leben von früher als auch von heute“, sagte der Bundestagsabgeordnete, „die ganze Dorfgemeinschaft unterstützt das Heidjerteam“.

Steigende Geburtenzahlen, Flüchtlingskinder und Familiennachzug – dies sind die drei Hauptfaktoren, die in Celle in der jüngeren Vergangenheit für volle Kindergärten gesorgt haben. Die Einrichtungen sind so stark belegt, dass im Augenblick 22 angemeldete Kinder, die einen Anspruch auf einen Platz haben, nicht untergebracht werden können.

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