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Celle Ortsteile FDP: Was tut sich beim Radweg an der B 191?
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile FDP: Was tut sich beim Radweg an der B 191?
16:21 02.12.2011
Von Oliver Gatz
Gef‰hrlich: Auf der Bundesstrafle 191 zwischen Garflen und Altenhagen rauschen Lastwagen an den Radfahrern vorbei. Quelle: Peter M¸ller
Garßen

Derzeit gibt es auf dem Teilstück nur einen Behelfsradweg. „Weiße Striche auf dem Boden und rund fünf bedauernswerte Abgrenzungspfähle auf einer Strecke von etwa 700 Metern der Ortsdurchfahrt Garßen kann man nicht als gesicherten Radweg bezeichnen“, kritisiert FDP-Fraktionschef Joachim Falkenhagen. „Ich habe Verständnis dafür, wenn Eltern ihre Kinder dort nicht gerne fahren sehen.“ Die B 191 sei eine der Straßen, auf der der Verkehr, insbesondere der Lkw-Verkehr stark zugenommen habe. Der FDP liege insbesondere die Sicherung des Schulwegs in Garßen am Herzen, so Falkenhagen.

Der FDP-Politiker verweist auf eine Sitzung des Ortsrates Garßen vom 28. Februar 2007, in der die Verwaltung Überlegungen zum Bau eines Radweges entlang der B 191 vorgestellt hatte. Damals habe es geheißen, dass Ende 2007/ Anfang 2008 auf der Ostseite der Straße ein Radweg von der Kreuzung Lachtehäuser Straße in Altenhagen bis zur Kreuzung Grauenbarge in Garßen gebaut werden solle.

Die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr hatte im Sommer mitgeteilt, dass im Anschluss an das Planfeststellungsverfahren 2013 mit dem Bau des Radweges zwischen Altenhagen und Garßen begonnen werden soll. Die Kosten bezifferte die Behörde auf rund 400.000 Euro. Garßens Ortsbürgermeister Michael Bischoff (CDU) zeigte sich enttäuscht über das schleppende Verfahren und sprach von einer „harten Geduldsprobe“. „So werden auch in den nächsten zwei Jahren noch die Radfahrer, darunter zahlreiche Schüler, Berufstätige und im Sommer Fahrradtouristen, auf dem schmalen Seitenstreifen der B191 Richtung Celle oder Garßen radeln müssen“, bedauerte er.

Im Sommer hatte Jens Hanssen, Fachbereichsleiter Straßen, Verkehr und öffentliche Einrichtungen bei der Stadt Celle, in einer Sitzung des Ortsrates Garßen angekündigt, dass die Stadt einen neuen Anlauf zur Erneuerung der Bundesstraße 191 unternehmen wolle. Hintergrund ist die geplante Neuordnung von Bundesmitteln ab 2013. Die Länder sollen dem Bund mitteilen, wo Sanierungsbedarf bestehe, erläuterte Hanssen. Bis Mitte Februar kommenden Jahres sollen entsprechende Vorschläge gebündelt gemeldet werden. Die Stadt will in diesem Zusammenhang die Bundesstraße 191 auf die Agenda setzen.