Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Celle Ortsteile Fachtag in Celle: „Religion macht Kinder stark“
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile Fachtag in Celle: „Religion macht Kinder stark“
16:11 28.01.2014
Von Michael Ende
Jana Laube (links) und Daniela Nagel, Erzieherinnen in der Kindertagesstätte Kapellenberg, präsentierten am Fachtag ihre "Schätze in der Kita" in diesem Fall "Aquarien", in denen biblische Geschichten mit Puppen dargestellt sind. Quelle: Fremdfotos/eingesandt
Celle

Celles Superintendent Hans-Georg Sundermann betonte in seiner Begrüßung, dass religiöse Bildung und die Vermittlung des Glaubens nach wie vor das besondere Merkmal kirchlicher Kindergärten sei. Hohe Erwartungen der Eltern, über 60 neue Mitarbeiterinnen in der vergangene Jahren aufgrund der dazugekommenen Krippengruppen, zwei neue Kindergärten in kirchlicher Trägerschaft - all das erfordere auch eine regelmäßige Konzentration auf die religionspädagogische Arbeit in den Kindertagesstätten, so Sundermann. Ina Seidensticker, Referentin für Religionspädagogik in Kita im Diakonischen Werk Hannover, unterstrich diesen Gedanken: „Wir müssen unser Profil nicht neu erfinden, wir haben es bereits. Allerdings müssen wir uns dieses evangelische Profil immer wieder aneignen.“

Den Hauptvortrag des Tages hielt Angela Kunze-Beiküfner, Pastorin und Dozentin am Pädagogischen-Theologischen Institut der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM). Kunze-Beiküfner betonte, dass die religiöse Bindung in der Frage, was Menschen stärke und widerstandsfähig mache, in der Forschung als „resilienzfördernder“ Faktor benannt werde. Allerdings müsse im Blick auf die Kinder und auf Religion auch gefragt werden, welche Form von Religion Kinder stark mache. Verantwortete Glaubensvermittlung, so die Referentin, sei sowohl durch eine große Weite als auch durch Tiefgang gekennzeichnet. Die Aufgabe der Erzieherinnen sei es, die Kinder in ihren religiösen Fragen zu begleiten und ihnen die biblische Tradition mit ihren Geschichten als Impuls anzubieten, die eigenen Erfahrungen zur Sprache zu bringen. Wie intensiv Kinder bereits „theologisieren“ könnten, zeigte die Referentin anhand einiger Videos.

Pastorin Helke Ricker, die als religionspädagogische Beraterin der kirchlichen Kindergärten diesen Fortbildungstag gemeinsam mit einem Team vorbereitet hatte, war auch mit dem Verlauf der Werkstätten sehr zufrieden. Die Erzieherinnen gewannen erste Einblicke in die Methode des „Bibliodramas“ und lernten, wie man biblische Geschichten mit Musikinstrumenten erzählt. Daneben konnte das biblische Gebetsbuch der Psalmen entdeckt werden, wie es mit Kindern „gelesen“ wird, oder die Erzieherinnen erfuhren, wie „gute Bilderbücher bei schwierigen Themen“ eingesetzt werden können. (mi)