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Celle Ortsteile „Flößer Aller-Leine“ baut historisches Transportmittel
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile „Flößer Aller-Leine“ baut historisches Transportmittel
09:06 13.06.2010
Die Mitglieder des Vereins „Flößer Aller-Leine“ bauen am neuen Floß. Quelle: Torsten Volkmer
Boye

BOYE (kno). Unter Anleitung ihres Vorsitzenden Walther Bock wurden mit Hilfe eines schweren Traktors die ersten Stämme zu Wasser gebracht und miteinander verbunden. In der Zwischenzeit war Horst Richter damit beschäftigt, in drei Stämme die Aussparungen zur Befestigung der Ruderpinnen zu schlagen. Das Floß wurde nach alten Plänen erbaut, es kamen aber auch neue Techniken zum Einsatz. „Wir nutzen kurze Stahlseile und Keile um die unteren Stämme mit den oberen Querriegeln zu verbinden. Die Technik haben wir von Flößern aus Bayern übernommen“, erläuterte Bock. Elsa Mirau war gestern extra aus Dorfmark angereist, um den Bau des Holzfloßes hautnah mitzuerleben, bevor sie am Sonntag selber eine Teilstrecke mitfahren wird. „Interessant ist es doch, die Entstehung zu sehen und nicht nur das fertige Floß“, sagte Mirau. Mit großen Interesse verfolgte auch Herbert Brockmann, selber aktiver Flößer im Winser Heimatverein, den schnellen Baufortschritt. Er freut sich jetzt schon auf das kommende Jahr, denn 2010 wollen auch die Winser Flößer wieder auf „große Fahrt“ gehen. Um 16 Uhr, nach sechs Stunden harter Arbeit, war das Tagwerk vollbracht. Das nach alten Plänen erbaute Floß war fertiggestellt und musste jetzt nur noch die letzte Hürde, die Abnahme der Schifffahrtstauglichkeit, überstehen. Hierzu war extra ein Sachverständiger aus Wilhelmshaven angereist, der das Floß genauestens überprüfte. Schnell stand fest, dass die Flößerfreunde ordnungsgemäße Arbeit geleistet hatten, was durch den Prüfer auch sofort amtlich bekundet wurde. Nun heißt es heute um 10 Uhr „Leinen los und gute Fahrt“ für die Flößer und interessierte Gäste.

Von Sebastian Knoop