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Celle Ortsteile Flüchtlingsunterkunft Scheuen geschlossen
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile Flüchtlingsunterkunft Scheuen geschlossen
17:07 06.09.2016
Von Gunther Meinrenken
Celle

Die letzten Flüchtlinge verließen die Unterkunft bereits am 28. Juni. Am 1. September sind die letzten der 325 mobilen Wohnhütten abgebaut und in der großen Halle dauerhaft eingelagert worden, die ein Jahr lang Speisehalle und „Wohnzimmer“ der Unterkunft war. Die Theke, über die Tausende von Mahlzeiten gereicht wurden, ist ausgebaut, der Küchenanbau an der Halle aber soll bleiben.

Vor wenigen Tagen wurden die Holzhackschnitzel abgetragen, die das Wiesengelände wetterfest gemacht haben. Auch die Sanitär- und Waschcontainer samt der Feldbeleuchtung sind abgebaut, sämtliche Erdkabel- und Rohrleitungen entfernt. „Die Malteser haben noch einmal sehr gute Arbeit geleistet“, sagte Moravec anerkennend. „Es gibt nur wenig Reparaturbedarf. Im Grunde können wir das Gelände sofort wieder nutzen.“

Fast leer ist das Verwaltungsgebäude der Malteser. Lediglich einige gespendete Schreibtische und die Infrastruktur für die EDV-Anlagen sollen dort bleiben. Im Erdgeschoss des zweistöckigen Gebäudes warten zudem 450 Stockbetten samt Bettzeug auf den Einsatz im Notfall. Die gespendeten Kleider, die noch übrig waren, leisten längst in anderen Flüchtlingseinrichtungen gute Dienste, unter anderem in der ehemaligen Celler Kaserne „Hohe Wende“.

Engel erinnerte an den Einsatz der vielen Ehrenamtlichen unter hohem Zeitdruck vor einem Jahr. „Ohne die Helfer von THW, Feuerwehr, DLRG, DRK, unseren eigenen Ehrenamtlichen und vielen anderen hätten wir das niemals geschafft.“

Insgesamt 3104 Männer, Frauen und Kinder haben in der Malteser-Notunterkunft gewohnt, der Höchststand wurde Mitte Oktober vergangenen Jahres mit 1100 Bewohnern erreicht. Etwa zehn Ärztinnen und Ärzte sowie 26 Mitarbeiter des Rettungsdienstes führten in zehn Monaten rund 3800 Behandlungen in der Einrichtung durch. Um die Flüchtlinge kümmerten sich insgesamt 140 Mitarbeiter, darunter Erzieher, Sozialpädagogen, Rettungssanitäter, Rettungsassistenten, Medizinische Fachangestellte, Bürokauffrauen, Dolmetscher, Fahrer, Logistiker, Techniker und Hausmeister.