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Celle Ortsteile Flugzeugabsturz: Offene Fragen quälen Celler Hinterbliebene
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile Flugzeugabsturz: Offene Fragen quälen Celler Hinterbliebene
14:18 24.04.2018
Von Gunther Meinrenken
Wenige Tage nach dem Absturz der Germanwings-Maschine in den französischen Alpen erinnerte eine Gedenkstele an die Opfer. Die Hinterbliebenen haben auch drei Jahre nach dem Unglück noch viele offene Fragen. Quelle: Peter Kneffel
Celle

Zusammen mit anderen Hinterbliebenen haben sich Blendermanns daher jetzt dem Verein HIOP angeschlossen, in dem Familienangehörige versuchen, Licht in das Dunkel um den neun Jahre zurückliegenden Absturz der Air-France-Maschine 447 auf dem Weg von Paris nach Rio de Janeiro zu bringen. "HIOP hat schon viele Kontakte, die auch für uns wichtig sind. Denn die strafrechtliche Aufarbeitung des Absturzes findet in Frankreich statt", sagt Ulrike Blendermann, die zweite Vorsitzende bei HIOP ist.

Für die deutsche Justiz ist das Verfahren abgeschlossen. Für die Ermittler ist klar, dass der Copilot der Germanwings-Maschine das Flugzeug mit Absicht gegen die Felswand gesteuert hat. Da Verstorbene nicht belangt werden können, gibt es auch kein Verfahren. "In Frankreich könnte man im Gegensatz zu Deutschland allerdings auch die Fluggesellschaft strafrechtlich belangen", erklärt Frank Blendermann. Doch das dürfte eine langwierige Angelegenheit werden. "Die französische Justiz ist auf Dokumente aus Deutschland angewiesen. Und die müssen alle offiziell übersetzt werden", so Ulrike Blendermann. Die Ermittlungen dürften wohl noch mindestens zwei Jahre dauern, mit dem Abschluss eines Verfahrens sei möglicherweise frühestens in sieben Jahren zu rechnen.

Blendermanns und anderen Hinterbliebenen geht es vor allem darum, "dass so etwas nicht noch einmal passiert". Damit nehmen sie zum Beispiel darauf Bezug, dass der Copilot das Cockpit verschloss, als der Chefpilot es kurz verlassen hatte. Von außen konnte man die Tür nicht mehr öffnen. Außerdem: "Ärzte haben bescheinigt, dass der Copilot wegen psychischer Probleme fluguntauglich war. Wegen der ärztlichen Schweigepflicht hat niemand das an Germanwings gemeldet", so Frank Blendermann, der kritisiert, dass das nach dem Unglück eingeführte Vier-Augen-Prinzip im Cockpit – wenn ein Pilot die Kabine verlässt, muss ein Flugbegleiter zur Kontrolle anwesend sein – nach kurzer Zeit wieder außer Kraft gesetzt worden sei.

Trotz der Belastung, ist für Ulrike Blendermann klar, dass sie weitermachen wird. "Ich will, dass sich etwas ändert. Ich will nicht am Ende dastehen und sagen müssen, ich hätte alles so hingenommen."

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