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Celle Ortsteile Formel Eins der Celler Quietscheenten
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile Formel Eins der Celler Quietscheenten
16:39 03.09.2017
Quelle: Oliver Knoblich
Celle

Der Junge wird in der Einrichtung betreut, zu deren Gunsten die kleinen gelben Entchen und ihre großen, bunt ausstaffierten Sponsoren-Schwestern auf der Aller um die Wette schwimmen. Ein Moment des Innehaltens während sich der gelbe Teppich auf die Masse von Schaulustigen zubewegt und für sprudelnden Wortwitz unter den erwachsenen Zuschauern sorgt. Die Moderation über Mikrofon ist so gut wie nicht zu verstehen, also wird freudig drauflos spekuliert, wie wohl die Sieger ermittelt würden – immerhin sind es Athleten ohne jeden Ehrgeiz, die ausscheren nach links und rechts, aber kaum nach vorne ausbrechen – und wo ist überhaupt das Ziel?

Zwei der insgesamt 5370 Plastikstarter gehen für Konstantin und seinen ein Jahr älteren Bruder Ferdinand ins Rennen. Ihre Großmutter hat sie ihnen gekauft. Die Aufgabe des Zu-Wasser-Lassens hat im Fall der Minienten ein umso größer wirkender Kran übernommen, der die kleinen Tierchen, gefangen in einem Netz, hochzieht und spektakulär fallen lässt.

Beim Wettkampf der 59 Sponsorenvertreter von der Ziegeninsel aus ist dieser Part von Moderator und Fundraiser des Onkologischen Forums, Fritz Gleiß, Kindern übertragen worden. Konstantin war einer der Starthelfer für die schillernden Vögel mit Sonnenbrille, Augenklappe, Krone oder Taftschleife. „Viele Enten wissen noch gar nicht, ob sie schwimmen können“, witzelt Gleiß, als die Kinder werfen. Doch sie können, selbst auf der Seite, ihrer bevorzugten Landefläche. Ihre volle Schönheit ist erst wieder zu bewundern, als sie mit Hilfe der DLRG, ohne die bei dieser Veranstaltung gar nichts geht, den Weg aus den Fluten zurück in die Arme ihrer Eigentümer gefunden haben.

Thomas Edathys Gesichtsausdruck ist beispielhaft für die Gefühlslage aller Teilnehmer am Ende des Rennens. Zufrieden und lachend verlässt der Chef der Stadtwerke Celle mit zwei großen Prachtexemplaren in beiden Armen das Gelände. Sie haben nach augenzwinkernder Einschätzung ihres Besitzers nicht mehr als Rang 51 und 52 erreicht, hatten aber auch mit dieser Platzierung ihren Anteil an einem Event unter dem Motto Spaß und Spenden, die sich in diesem Jahr auf 30.000 Euro beliefen und damit deutlich über dem gesetzten Ziel liegen. Ein Erfolg, der auch Konstantin zugutekommt.

Von Anke Schlicht