Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Celle Ortsteile Freigabe der B214 in Altencelle verzögert sich: Enttäuschung bei Anwohnern
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile Freigabe der B214 in Altencelle verzögert sich: Enttäuschung bei Anwohnern
23:15 16.12.2013
Von Gunther Meinrenken
Bleibt weiterhin dicht: die Zufahrt zur Braunschweiger Heerstraße über die Große Redder. Quelle: Alex Sorokin
Altencelle

Peter Haferkorn wirkt gelassen und das überrascht. Monatelang hat sich der Geschäftsmann, der mehrere Immobilien in Altencelle-Burg besitzt, mächtig aufgeregt über die Baustelle vor seiner Haustür, die seinen Mietern jeden Tag bares Geld kostet. Schon vor Beginn der Bauarbeiten im Umfeld der Anschlussstelle der neuen B3 mit der Braunschweiger Heerstraße hat Haferkorn bemerkt, dass es unmöglich sei, bis Weihnachten fertig zu werden. Die Bestätigung dafür bekam er am vergangenen Sonnabend. Jetzt wirkt er schon fast resigniert: "Wir haben doch alle gewusst, dass das nicht zu schaffen gewesen ist."

Während der Verkehr auf der B214 ab kommenden Freitag, 20. Dezember, wieder in beide Richtungen fließen soll, schauen die Geschäftsleute in Burg weiterhin in die Röhre. Die Ausfahrt auf die Braunschweiger Heerstraße bleibt verboten, nur die Einfahrt ist erlaubt. "Ich verstehe das nicht, auf der Fahrspur liegen nur Baumaterialien, die Straße ist fertig", merkte Haferkorn kritisch an.

Bei der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr schiebt man den Schwarzen Peter an die Stadt weiter, die für die Verkehrsregelungen verantwortlich sei. Dort heißt es: "Wenn wir die Ausfahrt aus der Burger Landstraße nur nach rechts erlaubt hätten, hätte man das illegale Linksabbiegen nicht wirksam unterbinden können. Die Verkehrssicherheit wäre nicht gewährleistet", so Stadtsprecher Wolfgang Fischer. Bei der Stadt habe man allerdings den Eindruck gehabt, dass die Landesbehörde diese Entscheidung mittrage.

Und noch eine andere Kröte müssen die Autofahrer schlucken. Die Umleitung über die Große Redder, die wieder gegenläufig befahrbar wird, wird zwar aufgehoben. Die Verlängerung dieser Straße, die Heinrich-Vieth-Straße, die auf die Alte Dorfstraße führt, bleibt allerdings Einbahnstraße. Das heißt, von der Alten Dorfstraße kann man nicht in die Heinrich-Vieth-Straße abbiegen. Begründung der Stadt: Die jetzige Regelung soll beibehalten werden, weil man über die Große Redder wegen der noch nicht abgeschlossenen Bauarbeiten im Kreuzungsbereich nicht auf die B214 abbiegen kann.

Die Folge dürfte allerdings sein: Die Autofahrer suchen sich andere, verschlungenere Wege wie zum Beispiel über die Kalandstraße und dann den Lückenweg. Ortsbürgermeister Hans-Werner Schmidtmann ist von diesen Regelungen überrascht worden und entsprechend bedient. "Mit mir hat von der Stadt aus niemand darüber geredet", beschwert er sich.

Abgesehen davon versteht er auch den Sinn dieser Regelungen nicht. "Der Verkehr fließt doch jetzt auch die ganze Zeit über die Hans-Heinrich-Warnke-Straße und den Lückenweg auf die B214. Wo wäre der Unterschied?", fragt sich Schmidtmann, der wie viele andere erwartet hatte, dass die Bauarbeiten rechtzeitig fertig werden. "Die Menschen sind enttäuscht", gibt er die Stimmung in Altencelle wieder. Besonders die Geschäftsleute in Burg, so Schmidtmann, müssten nun weiterhin unter der Situation leiden.