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Celle Ortsteile Frischer Wind in Vorwerker Tierheim
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile Frischer Wind in Vorwerker Tierheim
20:01 20.10.2017
Von Dagny Siebke
Freude über den Aufwärtstrend: Vorstandsmitglieder (von links) Cornelia Hardt, Brigitte Gowitzke, Hans-Jürgen Dittrich und Karin Pleuger mit den Hunden Snape (links) und Marla. Quelle: Oliver Knoblich
Vorwerk

Gründe für die schwierige Finanzsituation des Vereins waren mangelnde Öffentlichkeitsarbeit, der Wegfall der Hundeschule, die Streichung des Notdienstes und der Bau der Katzenquarantäne. Es blieben offene Tierarztrechnungen aus den Jahren 2013, 2014, 2015 liegen. Die Höhe dieser Schulden betrug 54.000 Euro. Aktuell sind noch 26.323 Euro nicht bezahlt. Zuletzt half der Deutsche Tierschutzbund mit einem zweckgebundenen Zuschuss in Höhe von 5000 Euro. Der Vorstand betont, „dass die laufenden Tierarztrechnungen alle beglichen sind – offen sind nur die alten Forderungen.“

Pünktlich zum „Tag der offenen Tür“ am 20. August präsentierte das Tierheim seine neue Rudelhaltung für Hunde und die neue Homepage. Mit Liebe zum Detail stellen die Ehrenamtlichen bei Facebook ihre Schützlinge vor. Für die Pflege der Internetseite spendete die Sparkasse kürzlich Geld für einen Computer.

Neuzugänge erhält das Tierheim auch von seinen Partnervereinen. Aus Polen kommen Hunde, die in überfüllten Tierheimen keine Chance haben, vermittelt zu werden. Aus Rumänien stammen ehemalige Straßenhunde, denen nun in Celle ein neues Zuhause finden sollen. Schriftführerin Brigitte Gowitzke sagt, dass die Partnervereine Miete für die Zwinger zahlten. Sie betont, dass das Tierheim aus Überzeugung jedoch keine Welpen annehme.

Inzwischen haben die Tierschützer ein neues Projekt für die Zwergkaninchen und Meerschweinchen gestartet. Diese sollen ein neues, artgerechtes Kleintierhaus erhalten. Dank Geld- und Sachspenden ist dieses bereits im Bau. Die frühere Gartenlaube muss noch isoliert werden, damit die Tiere es auch in der kalten Jahreszeit schön warm haben. „Wir hoffen, dass wir hier noch einige Spenden bekommen, um das Projekt vor dem Wintereinbruch zu realisieren“, so Gowitzke.

Sorgenkind bleibt die „Katzenquarantäne“, bei deren Bau es seit Jahren Probleme gibt. Dort werde es in absehbarer Zeit umfassende Informationen geben. Auch die Wiedereröffnung der Hundeschule stehe noch in den Sternen. Gowitzke erläutert: „Da sich die Rechtslage geändert hat, erfüllen wir die Voraussetzungen noch nicht.

Infos auf der Internetseite www.tierschutz-celle.de oder bei Facebook unter www.facebook.com/tierheimcelle.