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Celle Ortsteile Gemeinde Blumlage erhält Darlehen für Friedhof
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile Gemeinde Blumlage erhält Darlehen für Friedhof
12:59 24.11.2017
Von Dagny Siebke
Die Einnahmen aus den Friedhofsgebühren sind zu gering im Vergleich zu den Kosten für die Unterhaltung. Quelle: Oliver Knoblich
Celle-Blumlage

Der Friedhof der Gemeinde Blumlage lädt Celler gerne zum Spazierengehen ein. Es gibt eine wunderschöne Heidefläche, einige schief gewachsene Bäume, die meisten Gräber sind bereits eingeebnet. Nur die Nähe zur Straße trübt die Idylle. Noch vor dem Jahr 2000 waren alle Grabstellen auf der 0,8 Hektar großen Fläche voll belegt, deswegen folgte die Teilschließung des Friedhofs am Sankt-Georg-Garten. 2012 fand hier die letzte Beisetzung statt. Viele Familien ließen die Gräber ihrer Angehörigen bereits umbetten. Doch erst im Jahr 2036 läuft die letzte Ruhefrist ab. Bis dahin muss der Friedhof geöffnet bleiben und unterhalten werden.

Dieser Aufwand bringt die Kirchengemeinde St.Georg in der Blumlage in finanzielle Nöte. Jetzt schon sind die Einnahmen aus den Nutzungsgebühren viel zu gering. "Die Kosten laufen uns davon. Wir haben keine anderen Finanzierungsmöglichkeiten", erläutert Pastor Joachim Gronau. "Wenn wir die Unterhaltung alleine tragen müssten, würden wir bankrottgehen." Deshalb bat er den Kirchenkreis um Hilfe, um den jährlichen Fehlbetrag zu finanzieren. Bei der vergangenen Sitzung beschloss der Kirchenkreistag bei zwei Gegen-Stimmen, der Gemeinde aus Rücklagen ein Darlehen von bis zu 290.000 Euro zu gewähren.

Celles neue Superintendentin Andrea Burgk-Lempart betonte, dass es keine andere Möglichkeit gebe. "Wir haben auch eine Verpflichtung den Nutzungsberechtigten gegenüber", sagte sie. Der Kirchenkreis sollte die Erfahrung der Kirchengemeinde Blumlage nutzen und präventiv schauen, wie es bei anderen Friedhöfen im Landkreis aussieht. Die Landeskirche Hannover hat das Problem bereits erkannt und bietet eine Fachberatung zur Kostenminimierung an.

In Zukunft könnte die Friedhofsfläche aufgrund ihrer zentralen Lage mitten im Wohngebiet zum attraktiven Bauland werden. Jedoch nicht vor 2051. Denn dann läuft auch die letzte Pietätsfrist ab und die Fläche darf anders genutzt werden.