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Celle Ortsteile Genervte Boyer fordern Verbesserungen
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile Genervte Boyer fordern Verbesserungen
14:30 29.02.2012
Von Oliver Gatz
Boye

Einmal mehr ging es in der jüngsten Sitzung des Ortsrates Boye um die Verkehrsbelastung in dem Stadtteil. Schon seit langem klagen Anwohner über zunehmenden Lärm. Insbesondere der Schwerlastverkehr auf der Winsener Straße- darunter Mautflüchtlinge von der Autobahn - setzt den Boyern zu.

Den Mitgliedern des Ortsrates lag eine Liste mit Geschwindigkeitsmessungen vor, die der Landkreis im vergangenen Jahr vorgenommen hatte. Tenor: Immer wieder halten sich die Autofahrer nicht an das Tempolimit. Es wurden zahlreiche Verwarn- und Bußgelder ausgesprochen. „Wir haben lediglich die Liste bekommen, ohne dass Überlegungen angestellt worden sind, wie man das abstellen könnte. Dazu wurde uns seitens der Verwaltung nichts gesagt", kritisierte der stellvertretende Ortsbürgermeister Heiko Gevers (CDU). Bei der Sitzung im Schießsportheim waren lediglich die Ortsratsbetreuer anwesend, nicht aber Vertreter der Fachverwaltung.

„Im März wird es eine Begehung der Winsener Straße geben", kündigte Ortsbürgermeisterin Karin Hogenkamp (CDU) an. Daran werden der Ortsrat und die entsprechenden Fachabteilungen der Stadt beteiligt sein.

„Es gibt weiterhin erhebliche Beschwerden über die Lärmbelastung", erläuterte Gevers. Die Verkehrssituation habe sich in den vergangenen Jahren erheblich verschlechtert. Der CDU-Politiker wies darauf hin, dass nach dem Ausbau der Anschlussstelle Allertal mit einer weiteren Zunahme des Verkehrs zu rechnen sei. Gevers fordert nun konkrete Vorschläge seitens der Verwaltung. Nur zu sagen, Flüsterasphalt sei zu teuer, reiche nicht. „Damit sind wir nicht zufrieden."

Wie der stellvertretende Ortsbürgermeister weiter berichtete, ignorierten manche Autofahrer das Rot der Fußgängerampel. „Da muss was geschehen", forderte Gevers. Sonst könnte es dort verstärkt zu Unfällen kommen.

Außerdem sprach sich der Ortsrat einstimmig für Tempo 30 im Kirchweg aus. Das hatte die CDU beantragt. Der Verkehr aus Winsen Richtung Groß Hehlen und zurück habe zugenommen und belaste die Anwohner, hieß es.

Bereits im Sommer vergangenen Jahres hatte der Ortsrat verschiedene Möglichkeiten diskutiert, um die Situation auf der Winsener Straße zu entschärfen. Dabei ging es um Tempo 30, um Fahrbahnverengungen mit Inseln oder Schikanen vor den Ortseingängen und um Flüsterasphalt. Der Ortsrat hatte auf CDU-Antrag die Verwaltung aufgefordert, verschiedene Vorschläge zur Verkehrsberuhigung zu entwickeln. Fachleute sollten entsprechende Möglichkeiten ausloten, hieß es damals. Oliver Gatz