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Celle Ortsteile Gotteshaus in Celle in neuem Glanz
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile Gotteshaus in Celle in neuem Glanz
17:08 31.10.2017
Von Gunther Meinrenken
Quelle: Oliver Knoblich
Celle

NEUENHÄUSEN. Ausgangspunkt für die jetzt erfolgte Sanierung, war die Renovierung des ehemaligen zweiten Pfarrhauses vor etwas mehr als zwei Jahren. Dabei war man auf schwere Schäden an der Konstruktion gestoßen. Der Grund: Das Gebäude war vor 30 Jahren mit einer Farbe gestrichen worden, die nicht luftdurchlässig war. "Viele Balken dahinter sind weggegammelt, ohne dass man es bemerken konnte", erzählt Flick. Da auch andere Gebäude der Gemeinde damals mit der so genannten "Elefantenhaut" überzogen worden waren, stand die Befürchtung im Raum, dass auch an diesen Häusern Schäden entstanden waren – und sie wurde bestätigt. "Neben dem Austausch der Balken mussten wir bei der Kirche auch die Holzverkleidung neu anfertigen, ein Schmied hat sogar extra Eisennägel hergestellt", so Flick.

Doch auch am Küsterhaus (ehemalige Reformierte Schule) und dem Gemeindehaus (ehemaliges Pfarrhaus) hatte der Zahn der Zeit geneigt. "Rundherum mussten wir viele Schwellbalken austauschen, weil sie weggefault waren", erklärt Sabine Homann, Vertreterin des Kirchenvorstands. Ursache hier war nicht nur der Anstrich: "Die Gebäude sind in den vergangenen Jahrzehnten in den Untergrund gewandert. Das war nicht gut für die Balken, auf denen sie ruhen. Das Fachwerk ist leichter angreifbar", so Homann.

An den Fassaden mussten teilweise die Gefache freigeräumt und nach dem Austausch der Holzkonstruktion wieder aufgemauert werden. "Dabei haben wir auch alte Zierfassaden gefunden, die man jetzt wieder sehen kann", sagt Homann. Außerdem nutzte die Gemeinde die Sanierung teilweise für eine energetische Modernisierung der Häuser. "Alle Gebäude erstrahlen nun in einem hellen Weiß und die Fachwerkbalken in einem warmen Grauton", so Flick.

Trotz der großen Schäden sind die Arbeiten jetzt pünktlich abgeschlossen worden. Und sogar bei den Kosten zumindest für die eigentliche Sanierung wird die Gemeinde voraussichtlich eine Punktlandung hinlegen und mit den Fördergeldern der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, der Klosterkammer, der Bingo-Umweltstiftung, der Evangelisch-reformierten Landeskirche, des Landesamts für Denkmalpflege, der Stiftung Kiba und der Ritterschaft hinkommen. Das freut nicht nur Flick, sondern auch Homann, die die Arbeiten begleitet hat und dabei immer auch ein Auge auf die Finanzen hatte. "Für die Beseitigung einiger Folgeschäden wie etwa ein neues WC im Gemeindehaus müssen wir allerdings selbst aufkommen", teilt Flick mit.