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Celle Ortsteile Großer Andrang bei Eröffnung des AllerCenters in Celle (mit Bildergalerie))
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile Großer Andrang bei Eröffnung des AllerCenters in Celle (mit Bildergalerie))
13:09 03.08.2018
Quelle: Oliver Knoblich
Celle

GROSS HEHLEN. Ein Ort, der Groß Hehlen neu beleben wird. Ein Ort, auf den die Menschen drei Jahre gewartet haben. „Das hat man auf jeden Fall gemerkt, dass da was fehlt. Darum ist die Eröffnung jetzt sehr gut.“ Nicht nur Ursula Müller aus Celle meinte das, als sie zu den ersten Kunden gehörte, die das AllerCenter in Groß Hehlen gestern bediente. Der Eröffnungstag war groß, sehr groß sogar, denn von 8 Uhr an strömten die Kunden in Scharen - sicherlich einerseits wegen der Angebote, vor allem aber wegen der Tatsache, dass die Nahversorgung nun wieder gesichert ist. Der Wunsch vieler Kunden ist damit erfüllt: Es soll möglichst kurze Einkaufswege geben.

Am Mittwoch herrschte großer Bahnhof am neu eröffneten AllerCenter in Groß Hehlen. Unsere Tauschreporterin Anke Backhaus, die normalerweise für die Erkelenzer Lokalredaktion der Rheinischen Post schreibt, hat sich in den Trubel hineingewagt und die Kunden nach ihren Eindrücken befragt. Einen Parkplatz zu bekommen, war allerdings sehr schwierig.

Drei Jahre lang war‘s still geworden an der Stelle, die seit Mittwoch erneut mit Leben gefüllt ist. Für 16 Millionen Euro wurde das marode Gebäude saniert. Mit Famila haben sich zwölf weitere Fachmärkte angesiedelt, um für Einkaufsvielfalt zu sorgen. Unter anderem mit einer E-Tankstelle will man das Stichwort Kundenservice in den Mittelpunkt rücken.

Kundin Ursula Müller nannte die Vorteile des neuen AllerCenters: „Wer einkaufen möchte, schätzt die kurzen Wege. Das ist wichtig. Auch die große Parkplatzfläche ist gut. Hier finde ich alles unter einem Dach vereint. Darum denke ich, dass die Kunden das neue AllerCenter annehmen werden.“ Für sie ganz persönlich hat sie ein kleines Highlight des Einkaufsmarktes ausgemacht: „Außerdem gibt es im AllerCenter meinen Lieblingsbäcker.“ Den Penny-Markt hat Ursula Müller nur bedingt als Alternative zum Einkaufen betrachtet, weil: „Mir fehlt dort die Frischware.“

Nicht unbedingt in der Celler Innenstadt einkaufen möchte Harald Alm. Dies könne man zwar machen, sei in seinen Augen jedoch zu umständlich, sagte er. „Auf den ersten Blick macht es Spaß im AllerCenter. Auch deshalb, weil die Kunden die zahlreichen Geschäfte, die es neben dem großen Famila-Markt gibt, künftig nutzen können.“ Das erledigten die Kunden gestern bereits tatkräftig: Schuhe bei My Shoes, Drogerieartikel bei Rossmann, Elektro und Technik bei Expert, Mode bei Takko und noch viel mehr - wer das AllerCenter gestern besucht hat beziehungsweise demnächst auf seine Einkaufsliste setzt, sollte nicht nur den Einkaufskorb, sondern vor allem Zeit mitbringen.

Klaus Kronemeyer nimmt ab sofort die Fahrt aus Winsen nach Groß Hehlen auf sich, um künftig das neue AllerCenter zu nutzen. „Das mache ich deshalb, weil es derzeit in Winsen nichts gibt, das vergleichbar ist.“ Geschäfte wie Rossmann und Depot schätzt er schon. Aber Kornemeyer wurde auch kritisch, als er über das AllerCenter sprach. Er meinte: „Ich bin gespannt, wie sich die Situation entwickeln wird. Ich denke da beispielsweise an das Telefunken-Center: Was wird daraus werden? Letztlich macht man sich doch gegenseitig Konkurrenz.“ Losgelöst von diesen kritischen Gedanken, hält Kronemeyer die Lage des AllerCenters für optimal. „Ich habe nie verstanden, warum die Märkte, die es an diesem Standort schon gab, gegangen sind.“

Für die Kunden gab es gestern am Eröffnungstag allerlei Aktionen. Ein Luftballonkünstler formte Herzen oder auch kleine Tiere, ein Stelzenläufer lockerte die Stimmung auf, der Friseur lockte mit dem Glücksrad. Und nebenan im Café der Bäckerei ließ es sich bei einer Tasse Kaffee gut aushalten. Diejenigen, die jede Menge zu tun bekamen, waren die Mitarbeiter, die auf Hochtouren gearbeitet hatten, damit am Eröffnungstag alles parat war für den großen Kundenansturm. „Obwohl hier alles neu ist, erkennt man dennoch - zumindest etwas - den alten Real-Markt“, war in den Gängen zu hören.

Für Marita und Stuart Stevenson bringt das AllerCenter eine willkommene Änderung im Einkaufsverhalten. „Bislang haben wir einmal pro Monat unseren Großeinkauf in Celle erledigt. Jetzt haben wir die Möglichkeit, auch mal schnell zu Fuß oder mit dem Fahrrad den Markt zu erreichen“, sagte Marita Stevenson. Ihrem Ehemann Stuart gefiel gestern unterdessen schon mal die Tatsache, „dass man beim Bäcker auch draußen sitzen kann“.

Von Anke Backhaus