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Celle Ortsteile Großer Auftritt alter Schätze in Langlingen
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile Großer Auftritt alter Schätze in Langlingen
20:19 04.02.2018
Quelle: Anke Schlicht
Langlingen

In einen Traum aus Nostalgie haben die Mitglieder des "Fördervereins Langlinger Dorfleben" das Allerhaus am Wochenende verwandelt. Schöne Dinge, wohin das Auge blickt – Kannen, Tassen, Teller, Decken, Vasen und vieles mehr – wunderbar arrangiert mit Blumendekoration, Leuchtern, künstlerischen Fotos an den Wänden und einem Klavier in der Ecke. Schon vor dem offiziellen Startschuss sind die Besucher zahlreich zur Stelle, Veranstalterin Ruth Kerl und ihr Team haben kaum Gelegenheit, die Idee hinter "Feines um Tisch und Bett" zu erläutern. „Wegwerfen ist das Letzte“, sagt Ideengeberin Mona Szuwart, die anlässlich einer Haushaltsauflösung auf das stieß, was vor nicht allzu vielen Jahrzehnten von größter Bedeutung für ein Frauenleben war.

"Aussteuer", nennt sie als Stichwort, "von allem ein Dutzend – Handtücher, Laken, Porzellan, Decken – bekam die junge Frau vor der Hochzeit geschenkt." "Diese wunderbare Bettwäsche aus der Vergangenheit, die hat uns inspiriert, im Ort einmal nachzufragen, ob die Schränke geöffnet werden“, erläutert Kerl. Die Bereitschaft war da, "aber mit dem Verkaufen tat sich mancher schwer". Und so wurde aus der Veranstaltung eine Mischung aus Flohmarkt und Ausstellung. Manches steht zum Verkauf, anderes darf nur angeschaut werden.

"Wunderschön", und "Ich liebe diese alten Sachen", sind die Schlagwörter des Nachmittags. Gertraude Holtmannspötter nimmt die blau-weiße Tischdecke immer wieder in die Hand: "Wie fein das gearbeitet ist", sagt sie bewundernd, "das würde passen auf meinen Tisch und zu meinem Porzellan. Na, ich gehe noch mal in mich", verlässt sie den Stand von Angelika Scholz aus Langlingen. "Irgendwie muss man sich trennen, die Schränke sind voll“, sagt die Anbieterin, die auf viele Interessenten, aber wenig Käufer trifft. Die Besucher genießen die Veranstaltung, sind beim Erwerb von Gegenständen aber eher zurückhaltend.

"Kommen Sie doch mal den jungen Leuten mit solchen Sachen, die wollen das nicht haben", sagt einer der überraschend vielen männlichen Besucher. "Schön finden das alle, aber haben will es keiner", bestätigt ein anderer und ergänzt: "Mir ist wichtig, was in der Tasse ist, nicht wie die aussieht". Viele Herren sind als Begleiter, ihren Angetrauten zuliebe mitgekommen, aber durchweg kalt lässt sie die Veranstaltung trotz geringen Interesses an den Utensilien auch nicht. "Ja, sowas hatte man alles, und so einen gedeckten Tisch sah man jeden Sonntag", wird ein Stück Kindheit in Georg Walgenbach wieder wach beim Anblick all der alten Schätze.

Werner Bolten aus Lachendorf fällt aus dem Gros der Herrenriege heraus. „Meine Brüder waren für diese Arbeiten nicht zu gebrauchen, ich musste jede Weihnachten mit meiner Mutter das Buffet ausräumen, damit der Weihnachtsbaum Platz fand. Wir staubten das Porzellan dann gleich ab. Mitte Januar räumten wir alles zurück“, erzählt der Lachendorfer, der noch heute zwischen Alltags- und Sonntagsgeschirr unterscheidet. „Am Wochenende und Feiertagen wird schön gedeckt. Ich halte das, was meine Vorfahren umgab, in Ehren.“ Er trifft damit den Kern der rundum gelungenen Veranstaltung.

Von Anke Schlicht

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