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Celle Ortsteile Grünkohlessen: FDP schießt sich auf Grüne ein
Celle Aus der Stadt Celle Ortsteile Grünkohlessen: FDP schießt sich auf Grüne ein
14:16 05.02.2012
Von Gunther Meinrenken
Gr¸nkohlessen FDP mit VR. Jˆrg Bode, Jutta Krumbach und Dr. Stefan Birkner Quelle: Peter M¸ller
Bennebostel

Etwa 100 Gäste waren zu der Veranstaltung auf Hof Wietfeldt gekommen. Nach den letzten Wahlergebnissen, bei denen die FDP auf das Niveau einer 2-Prozent-Partei herunter gekommen war, hätten Spötter meinen können, dass in der Scheune nicht nur die Parteimitglieder, sondern auch ihre sämtlichen Wähler Platz gefunden hatten. So merkte auch die Celler Ortsverbandsvorsitzende Jutta Krumbach an, dass die Liberalen schwere Zeiten hinter sich hätten, aber es werde auch wieder besser.

Als Gastredner war der frisch gebackene Niedersächsische Umweltminister Stefan Birkner gekommen, der Celle bestens kennt. Hatte er doch einige Jahre während seines Referendariats in der Residenzstadt verbracht. „Meine Frau und ich haben Celle in bester Erinnerung, ist doch auch unsere Tochter Charlotte hier 2001 im AKH zur Welt gekommen“, sagte Birkner.

Der Umweltminister forderte seine Parteifreunde auf, sich trotz der schweren Zeiten nicht beirren zu lassen. Es sei wichtig, dass die FDP in den Landtagen vertreten sei, denn dort, wo dies der Fall sei, ginge es den Menschen besser.

Birkner grenzte sich sodann von den Grünen ab. Diese betrieben „Obrigkeitspolitik“, die FDP hingegen begegne den Menschen auf Augenhöhe. Als Beispiel führte der Umweltminister an, wie die FDP die Landwirte in den Umweltschutz einbinde. Die Fläche im Rahmen des Vertragsnaturschutzes habe sich so seit 2003 von 20.000 auf 40.000 Hektar verdoppelt. Auch bei der energetischen Gebäudesanierung halte er nichts davon, wie die Grünen strenge Vorgaben machen zu wollen, sondern den Bürgern lieber Anreize zu geben.

Auch Wirtschaftsminister Bode schoss sich vor allem auf die Grünen ein. Sie wollten anderen Menschen ihre Lebensweise vorschreiben. „Ich habe nichts dagegen, wenn die Grünen nur Fleisch von frei laufenden Tieren essen wollen, aber wir wollen nicht, dass alle Menschen das müssen“, so nur einer der Seitenhiebe des Cellers, der auch auf die Affäre um den Nord-Süd-Dialog einging. Die Antworten, die dem Landtag gegeben wurden, seien falsch gewesen, befand Bode. Der Ansatz, dass Wirtschaft und Politik zusammen Niedersachsen nach vorne bringen, „aber war nicht nur richtig, sondern auch wahnsinnig erfolgreich“, so Bode.